Inselerkundung – The long and winding road

Inselerkundung – The long and winding road

Nach dem Frühstück brachen wir zügig in Richtung Teide auf. Das Wetter sah heute schon deutlich besser aus, also wollten wir uns einen kleinen Überblick über die Insel verschaffen.
Hinter La Orotava erreichten uns die ersten Sonnenstrahlen und es hatte trotz der Höhe noch knapp 25 Grad. Am Visitor Center des Nationalparks angekommen hatte es noch ca. 18 Grad und war sehr windig. Wir holten uns eine Karte des Parks und sahen einen kurzen, etwas seltsamen Film über den Teide.
Wir erkundeten die Landschaft und fuhren weiter durch die Canadas. Der Wind blies inzwischen immer stärker und die Temperatur fiel ebenfalls. Die tolle Landschaft war es aber trotzdem wert erkundet zu werden. Wir fühlten uns fast ein bisschen wie in den USA!

Canadas del Teide

Nach unzähligen Fotos beschlossen wir weiter in Richtung Parador del Teide zu fahren und uns dort ein wenig umzusehen.

Simon und Kathrin

Inzwischen war die Sonne mehr oder weniger komplett verschwunden und teilweise war die Sicht ziemlich eingeschränkt, da man durch diverse Wolken direkt durchfahren musste. Die Straße an sich ähnelte hier oben allerdings auch den USA.

Canadas del Teide  - Straße im Nebel

Wir verließen den Nationalpark in Richtung Teno Gebirge. Das Wetter der letzten Tage hatte einige Spuren hinterlassen, die es zu umfahren galt.

Canadas del Teide  - Straßenschäden

Irgendwann kam uns dann ein blinkendes Polizeimotorrad entgegen und wir fragten uns, was das ganze zu bedeuten hatte. Kurze Zeit später wussten wir Bescheid. Eine große Gruppe Radfahrer veranstaltete eine Art Rennen und wir waren mittendrin. Einigen Radfahren sah man gut an, wie kalt es gerade war!

Canadas del Teide - Radrennen

Über bergige Straßen erreichten wir irgendwann den Ort Masca im Teno Gebirge. Die Straßen waren sehr eng  und kurvig und wir mussten immer wieder stehenbleiben, um entgegenkommende Fahrzeuge vorbeizulassen.

Teno Gebirge

In Masca kann man in der zugehörigen Masca Schlucht bis zum Meer wandern. Die Wanderung steht bei uns auch auf dem Plan und wartet nur auf das richtige Wetter zur Umsetzung.

Masca

Weiter ging es durch das Teno Gebirge. Unseren nächsten Stopp legten wir dann allerdings erst später ein, nämlich in Garachico.

Garachico

Ein schönes, aber sehr überlaufenes Städtchen im Norden der Insel. Kurz hinter Garachico liegt der Ort Icod de los Vinos. Hier steht ein sehr bekannter und vor allem großer Drachenbaum, der Drago Milenario. Sein Alter wurde teilweise auf bis zu 3000 Jahre geschätzt, ist nun aber auf ca. 400 Jahre reduziert worden.

Mariposario del Drago

Direkt neben dem Drachenbaum steht die Iglesia de San Marco.

Icod de los Vinos -  Kirche

Auch sonst gefiel uns dieser Teil des Ortes ganz gut.

Icod de los Vinos - Gasse

Von Icod de los Vinos ging es zurück zu unserem Hotel in Puerto de la Cruz. Wir machten noch einen kurzen Spaziergang durch den Ort, um uns auch mal die Umgebung anzusehen. In Puerto de la Cruz hatte es inzwischen 30 Grad und war recht schwül.
Schön war es hier allerdings nicht unbedingt. Wir stehen aber auch nicht so auf die üblichen Tourishops, in denen es alles mögliche zu kaufen gibt!

Puerto de la Cruz

Dem Ort merkt man die Bausünden aus den 60er und 70er Jahren noch deutlich an. Die Altstadt werden wir demnächst dennoch mal erkunden!

Ankunft auf Teneriffa – ain’t no sunshine

Ankunft auf Teneriffa – ain’t no sunshine

Kurz nach sieben ging es zum Nürnberger Flughafen. Unsere Bordkarten für den Notausgang hatten wir bereits am Abend vorher am Airport abgeholt (irgendeinen Vorteil müssen die fünf Jahre, die wir dort gearbeitet haben, ja bringen!).
Die Koffer waren schnell abgegeben und nach einem kurzen Plausch mit den ehemaligen Kollegen ging es schon in die Maschine und wir hoben pünktlich Richtung Teneriffa ab. Der Kapitän verkündete fünf Stunden Flugzeit aufgrund des Gegenwindes, der mit bis zu 300 km/h am Flugzeug rüttelte. Zu Essen gab es ein belegtes Brötchen. Wir wussten zwar, dass wir nicht viel erwarten dürfen bei airberlin, aber das war schon eine schwache Leistung!
Um kurz vor eins landeten wir in Teneriffa und bestiegen den Bus in Richtung Terminal. Fast wäre das schon das Ende der Reise gewesen, denn der Bus stoppte ungefähr drei Meter vor einem rollenden Flugzeug!

Flughafen Teneriffa Süd

Nachdem wir mal wieder ewig auf meine Reisetasche warten mussten (warum kommt die eigentlich immer als letzte aus dem Flieger), machten wir uns auf den Weg zu den Mietwagenbüros.
Zum Glück hatten wir Avis und nicht Hertz gebucht, die Schlange war dort nämlich deutlich länger! Merke: USA Logik funktioniert hier nicht! Wir bekamen unsere Fahrzeugunterlagen und liefen zum Parkplatz. Ganz schön schwül hier! Am Parkplatz bekamen wir dann einen frischgewaschenen Golf 6 TSI mit knapp 20.000 Kilometern auf der Uhr. Für uns mehr als ausreichend.

Blick vom Balkon auf Teide

Nach eineinhalb Stunden kamen wir in Puerto de la Cruz an. Die ersten Erkenntnisse der Fahrt waren: Ganz schön viel Verkehr, ganz schön bewölkt und ganz schön schwül!
Wir parkten vor dem Hotel und bezogen unser Zimmer mit Teide Blick, der aber heute nicht möglich war, weil alles voller Wolken hing.
Wir ruhten uns kurz aus und wollten dann nochmal los und etwas Wasser kaufen. Eigentlich sollte es dazu ins Al Campo Einkaufszentrum gehen, wir fuhren aber zunächst mal die Nachbarschaft erkunden und fanden auch hier schnell einen Supermarkt.
Als wir aus dem Markt kamen bot sich uns ein tolles Bild. Platzregen!

Regen

Da es uns zum Fahren zu stark regnete bewunderten wir das Naturschauspiel eine Weile und tranken etwas Wasser. Anschließend fuhren wir weiter und bestaunten die Regenmassen, die über die Straßen abflossen.
Wir wollten noch ein wenig die Insel erkunden und fuhren in Richtung La Orotava das Tal hinauf.

Teide

Wir fuhren wenig weiter als La Orotava, wo gerade Verkehrschaos herrschte und drehten dann wieder um, um einen Stopp am Mirador Humboldt einzulegen.

La Orotava

Am Mirador soll einst Alexander von Humboldt den Blick auf die Insel genossen haben. Wir taten ihm nach und fuhren anschließend zum Hotel zurück, wo wir das Abendessen einnahmen und dann müde ins Bett gingen!

Mirador Humboldt