Von Boston nach Maine

Von Boston nach Maine

Nachdem sich der regen von Gestern verzogen hatte und der Himmel zwar noch grau, es aber schon relativ warm war, stand unserem Roadtrip nichts mehr entgegen. Im Airbnb in Boston packten wir unsere letzten Sachen zusammen, verluden alles ins Auto und machten uns gleich auf den Weg. Unser erstes Ziel des Tages war ein paar Meilen nördlich von Boston gelegen. Salem ist vor allem durch seine negative Geschichte bekannt, fanden hier doch zahlreiche Hexenverbrennungen statt. Die Stadt selbst ist nicht besonders groß, lädt aber trotzdem zu einem Bummel ein. In einem Cafe holten wir uns eine Latte und frühstückten dann bequem auf einer Bank im Ort. Wir schlenderten etwas umher, waren dann aber doch relativ schnell durch. Am alten Friedhof schauten wir uns noch das Denkmal für die armen Frauen an, die als Hexen getötet wurden und machten uns dann wieder auf den Weg in Richtung Norden.

Gloucester Hafen

Nach kurviger Fahrt bei immer besser werdenden Wetter kamen wir im nächsten kleinen Ort Namens Gloucester an. Vielleicht ist euch der Name bekannt, das Buch und der Film „Der Sturm“ spielen hier und erzählen die wahre Begebenheit einer Fischer Crew, die Anfang der 90er Jahre auf See ums Leben kam. Bis auf ein denkmal erkennt man davon aber nichts.

Gloucester Massachusetts

Wir schlenderten etwas durch den Ort, guckten durch die Läden und genossen die Sonne und das warme Wetter. Gloucester selbst ist wirklich ein schöner Ort und lohnt sich für einen kleinen Stopp unterwegs auf jeden Fall.

Motif #1 Rockport

Als nächstes fuhren wir entlang der Küste weiter nach Norden und konnten schon kurz darauf in Rockport anhalten. Hier war es nochmal touristischer und die Parkplatzsuche war gar nicht so einfach. Wir schauten gleich mal beim wichtigsten Fotomotiv vorbei, einer alten Hummerfischer Hütte die nicht nur fotogen ist sondern passend auch noch den Namen Motif #1 trägt.

Rockport Street Life

Der Ort Rockport selbst ist wirklich ziemlich touristisch aber trotzdem sehr schön. Viele alte Häuschen stehen herum, man kann super Bummeln und einfach den Spätsommer genießen. Nach dem ganzen Regen am Tag zuvor waren wir sowieso einfach nur happy und so langsam kamen wir auch in richtige USA Urlaubsstimmung.

Rockport Bearskin Neck

Am Bearskin Neck, einem langen Wellenbrecher am Ende des Ortes, trafen wir dann noch ein paar Mönche. Die waren ein ideales Fotomotiv.

Roy Moore Lobster Co Rockport

Zurück im Ort ging es dann zu Roy Moore weil wir unbedingt eine Lobster Roll essen wollten. Lobster gibt es hier in der Gegend überall und zu deutlich attraktiveren Preisen als zuhause. Bei der Lobster Roll bekommt man das Hummerfleisch bereits ausgelöst in einem Brötchen serviert. Typischerweise kalt und in etwas Mayo eingelegt.

Lobster Roll

Es schmeckte wirklich sehr gut. Unser erstes New England Ziel hatten wir also erreicht und konnten einen Haken auf der Bucket List machen. Es sollten dann im Laufe der Reise aber noch ein paar andere Lobster wegen uns das zeitliche segnen müssen…

Portsmouth Hafen

Nun stand eine etwas längere Fahrt bevor. Es ging nach New Hampshire in den Ort Portsmouth. Hier war ich 2006 schon einmal mit meinem Vater und fand den Ort damals sehr schön. Wir hatten Glück und bekamen einen guten Parkplatz, ein netter Amerikaner schenkte uns dann noch sein Parkticket und wir mussten nicht mal etwas zahlen.
Am Hafen von Portsmouth wurde gerade ein Containerschiff entladen. Wir schauten uns das ein wenig an und erkundeten dann den Ort.

Portsmouth New Hampshire

Sieht natürlich alles ein bisschen aus wie bei Gilmore Girls und auch die Stimmung war ähnlich. Es gab hier viele kleine nette Shops, einen Starbucks für unsere Kaffeepause und ein paar Straßenmusiker. Nachdem wir eine Weile den Ort erkundet hatten machten wir uns auf den weiteren Weg.
Kurz nach dem Ort erreicht man Maine und ein mittelgroßes Outlet Center. Hier schauten wir uns etwas um, kauften auch ein paar Basics und fuhren dann zu unserem Airbnb in Old Orchard Beach. Inzwischen war es schon relativ spät und wir gingen nur noch bei einem Thai etwas essen bevor wir müde ins Bett fielen.
Morgen sollte es dann weiter nördlich in Richtung Acadia Nationalpark gehen.

Boston

Boston

Der Blick aus dem Fenster sah nicht sehr vielversprechend aus, es regnete fröhlich vor sich hin, war grau und besonders warm wirkte es ebenfalls nicht. Wir waren auf Grund des Jetlags natürlich auch relativ früh wach, so dass es noch gar keinen Sinn machte in Richtung Innenstadt aufzubrechen. Stattdessen fuhren wir mit dem Mietwagen zu einem gut bewerteten Frühstückslokal in der Nähe. Dort angekommen waren wir noch eine der wenigen Gäste, im Laufe der zeit wurde es aber immer voller und das Essen war sowieso lecker.
Zurück im Airbnb bestellten wir uns einen Lyft und ließen uns direkt zum Bunker Hill Monument fahren, wo der Freedom Trail beginnt (oder endet). Der Fahrer war mal wieder ganz nett und wir quatschten ein wenig über den Verkehr und Boston.

Bunker Hill Monument

Inzwischen hatte es zum Glück aufgehört zu regnen und war nur noch grau. Wir hatten zum Glück ja unsere Schottland erprobten Regenjacken dabei und deswegen erstmal keine Sorgen. Am Bunker Hill fand 1775 eine Schlacht zwischen den Briten und den amerikanischen Unabhängigkeitskämpfern statt, zu Ehren dieser Schlacht wurde der Obelisk aufgestellt. Er ist 64 Meter hoch und man kann ihn besteigen um von oben die Aussicht zu genießen. Für uns war das natürlich Ehrensache und außerdem konnten wir dann gleich die Kalorien vom Frühstück verbrennen.

Boston Skyline

Dich Sicht von hier oben war wirklich fantastisch und auch das trübe Wetter verdarb uns den Spaß nicht. Leider war es auch ziemlich windig, trotzdem lohnt sich der Aufstieg eigentlich immer. Klare Empfehlung von uns. Der Ausblick verschaffte uns auch gleich einen ganz guten Überblick über das restliche Tagesprogramm. Von hier aus wollten wir entlang des Freedom Trails in die Stadt laufen und alles Interessante am Wegesrand entdecken.

Winthrop Square

Zunächst führte unser Weg durch Charlestown und an den Winthrop Square. Hier gibt es sehr viele klassische Brown Stones, also Backsteinhäuser. Die Gegend ist sehr gepflegt und auch wir könnten uns vorstellen hier ein Häuschen zu besitzen. Neben ein paar wenigen Touristen trafen wir vor allem Einheimische die Morgensport machten oder mit ihrem Hund Gassi gingen.

USS Constitution

Nach kurzer Strecke kamen wir dann bei der USS Constitution an. Sie liegt im Boston Naval Shipyard, der bis 1945 noch als Militärhafen genutzt wurde und inzwischen ein Teil des Nationalpark Systems ist. Die USS Constitution wurde 1798 fertig gestellt und ist immer noch in Betrieb. Sie ist deswegen das älteste noch seetüchtige Kriegsschiff der Welt. Heute lässt sich das Schiff zu Fuß besichtigen, man wird aber zu erst von Soldaten überprüft denn es handelt sich ja um ein aktives Kriegsschiff.

USS Constitution Kanonen

Die USS Constitution ist natürlich schon beeindruckend, besonders wenn man das Alter und die Geschichte des Schiffes bedenkt. Im Schiff selbst kann man dann noch ein paar Kanonen und allerhand Schiffsutensilien bestaunen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, zumal man keinen Eintritt bezahlen muss.

Charlestown Bridge

Der Freedom Trail führte nun weiter über die Charlestown Bridge. Von der Brücke hat man einen recht guten Blick auf die Innenstadt von Boston, allerdings ist sie wahrscheinlich der Alptraum aller Menschen mit Höhenangst. Der Weg über die Brücke besteht komplett aus Gitterrosten mit direkten Blick nach unten. Ein kurzes Stück ist dann aber geschlossen und wir wissen nun, dass Höhenangst als Acrophobie bezeichnet wird.

Paul Revere Statue

Als nächstes ging es nun ins North End, einen der älteren Stadtteile Bostons. An der Paul Revere Statue herrschte reges Treiben, denn hier schienen sich gerade alle Touri Gruppen verabredet zu haben. Paul Revere war ein Freiheitskämpfer im Unabhängigkeitskrieg und in Boston ein großer Held.

North Square Park

Nach kurzer Strecke kamen wir am North Square an und schlenderten etwas durch die Gegend, bestaunten die Häuser und freuten uns, dass es gerade nicht regnete. Grau und etwas frisch war es trotzdem noch weswegen wir uns auch gleich weiter Richtung Downtown bewegten.

North End Park Boston

Am Übergang vom North End nach Downtown findet sich ein kleiner Park mit Wasserspielen, die bestaunten wir aber nur kurz und machten uns lieber wieder auf den Weg.

Marshall Street Boston

Auffällig waren auch die vielen Baustellen aber die ganzen Kopfsteinpflaster müssen ja auch gepflegt werden. Apropos Kopfsteinpflaster: es gibt davon zwar schon zahlreiche aber im vergleich zu Europa ist das natürlich nicht weiter auffällig. Vorher hatte ich ein paar Berichte von Amerikanern gelesen die vor den Gefahren der Pflastersteine gewarnt hatten. Natürlich alles völlig unbegründet…

Faneuil Hall

Weiter ging es zum Quincy Market und zur Faneuil Hall. Der ganze Komplex besteht aus Shops und Souvenirläden, war aber eigentlich mal ein Marktplatz und zahlreiche wichtige Reden zur Unabhängigkeit wurden hier gehalten. Nachdem nun aber ein fieser Nieselregen einsetzte und wir sowieso eine kleine Pause benötigten, suchten wir uns den nächsten Starbucks und gönnten uns ein heißes Getränk. Im Starbucks war es wegen der Mittagszeit schon recht voll, vor allem fing es aber außen nun an richtig zu schütten.

Granary Burying Ground

Nach einiger Zeit hatte sich der Regen halbwegs gelegt und wir brachen wieder auf. Unterwegs kamen wir am Granary Burying Ground vorbei. Hier sind zahlreiche berühmte Bostoner Persönlichkeiten begraben, wie z.B. Samuel Adams und zwei weitere Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Viele Eichhörnchen vergnügten sich hier und zahlreiche Schulklassen bekamen Geschichtsunterricht vor Ort.

Streets of Boston

Durch Bostons Straßen ging es weiter entlang des Freedom Trails. Der Freedom Trail ist eine super Sache, kann man hier doch quasi eine kostenlose Stadtführung machen ohne sich zu verlaufen. Während der gesamten Strecke läuft man nämlich an roten Backsteinen im Boden entlang und muss diesen nur Folgen.

Massachusetts State House

Nicht weit entfernt findet sich das Massachusetts State House mit seiner goldenen Kuppel. Es ist nicht nur ein begehrtes Fotomotiv sondern kann auch besichtigt werden. Nachdem es wieder stärker anfing zu regnen und wir State Capitols sowieso immer spannend finden betraten wir in froher Erwartung das Gebäude.

Massachusetts State House Kuppel

Nach kurzer Suche fanden wir auch den Startpunkt der geführten Touren, lange warten mussten wir zum Glück auch nicht! Unser Guide war super und erzählte uns allerhand interessante Fakten. Das State House ist von innen durchaus beeindruckend und lohnt den Besuch auf jeden Fall. Alles ist frei zugänglich damit es vor den Bürgern keine Geheimnisse geben kann.

Massachusetts House of Representatives

Wir durften uns auch das Repräsentantenhaus ansehen, die anderen Plenarsäle wurden gerade umgebaut. Sogar das Büro des Gouverneurs konnten wir besichtigen, da waren dann Fotos aber nicht erlaubt. Außen regnete es inzwischen noch mehr als zuvor und wir suchten uns erstmal eine Bank für eine kurze Pause.

Boston Public Garden

Nachdem der Regen wieder schwächer wurde wagten wir uns nach außen und liefen durch den Boston Public Garden. Zuvor ging es auch noch durch den Boston Common. Damit hatten wir dann den ersten öffentlichen Park der USA (Boston Common) und den ersten botanischen Garten der USA (Public Garden) besucht, was ja auch eine Leistung ist.

Copley Square Boston

Unterwegs schauten wir dann ein paar Shops an und kamen irgendwann am Copley Square an. Dort irrten wir ein wenig durch eine ziemlich leere Mall und machten mal wieder Pause weil wir inzwischen schon recht platt waren. Kaum raus aus der Mall dachte sich das Wetter, dass es uns nun doch mal zeigen könnte, wie richtiger Regen in New England ausschaut. Es goss so stark, dass man ohne weiteres auf der Straße hätte duschen können. Wir suchten uns einen Unterstand und wurden trotzdem ordentlich nass.

Mikes Pastry Boston

Einmal quer durch die ganze Stadt ging es jetzt zurück ins North End. Hier haben sich sehr viele Italiener angesiedelt und eigentlich sollte man eher Little Italy dazu sagen. Bei Mike’s Pastry hatten wir noch einen wichtigen Stopp geplant. Hier gibt es angeblich Boston’s beste Cannoli und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Sie waren wirklich mega lecker.
Trotz der nicht geraden kleinen Cannoli wollten wir noch zu Abend essen. In Richtung Cambridge gab es eine Cheesecake Factory und da der Besuch bei uns irgendwie Tradition hat, konnten wir das natürlich nicht auslassen. Zu Fuß sollte es ca. 25 Minuten dauern, auf Grund des Berufsverkehrs war an Lyft oder Uber nicht zu denken. Wir machten uns also auf den Weg, besonders schön war der nicht aber immerhin trocken. Das Abendessen war dann ganz gut und mit einem Lyft ging es zurück zum Airbnb, unser Fahrer kam aus der Türkei, seine Verwandschaft komplett aus Deutschland – wir hatten also Gesprächsstoff. In der Wohnung machten wir nicht mehr viel, denn wir waren nur noch müde. Morgen sollte es dann schon nach Maine gehen!

Harvard

Harvard

Diese Reise sollte eigentlich gar nicht stattfinden. Als im November 2016 Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde war für uns klar, dass wir die USA erstmal für mindestens ein Jahr nicht besuchen wollten. Im Frühjahr ging es dann nach Madeira, im Sommer nach Schottland. Bereits in Schottland bekamen wir aber wieder viel Sehnsucht nach den USA und durch einen verspäteten Flug bekamen wir einen 300 € Gutschein pro Person und konnten damit für unter 200 € zu zweit nach Boston fliegen.
Um halb Vier klingelte unser Wecker, um viertel nach Vier kam das Taxi und gegen halb fünf waren wir am Airport. Der Schalter hatte leider trotzdem noch zu aber nach kurzer Wartezeit hatten wir unsere Koffer los und warteten noch kurz auf den Abflug. In Amsterdam hatten wir dann drei Stunden Aufenthalt, die Dank Starbucks und Internet halbwegs vorbei gingen. Der Flug nach Boston war ruhig und schnell, die Immigration ebenfalls, auch weil wir über den Automaten einreisen konnten.
Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt hatten ging es zum Airbnb, dass wir nach kurzer Suche auch fanden. Bereits um kurz nach 14 Uhr waren wir also startbereit für unseren Roadtrip durch New England.

Harvard University

Nachdem wir im nahegelegnen Shopping Center unsere Vorräte aufgestockt und einen Kaffee getrunken hatten, bestellten wir einen Lyft (gleiches Konzept wie Uber aber mit besseren Arbeitsbedingungen) und ließen uns nach Cambridge chauffieren um die Harvard University zu besichtigen. Das Wetter sieht auf den Bildern übrigens trüber aus als es wirklich war.

Harvard University Gebäude

Der Campus der Harvard University ist recht ansehnlich und die roten Backsteinhäuser bieten einen ersten Ausblick auf den morgigen Tag in Boston. Wir schlenderten etwas zwischen den Gebäuden umher, stöberten in einem Bücherladen und erkundeten dann auch noch Cambridge selbst, dass natürlich wegen den vielen Studenten ziemlich lebhaft ist.

Charles Sumner Statue Harvard

Cambridge ist wirklich eine klassische Studentenstadt und uns gefiel es entsprechend gut. Langsam bekamen wir auch wieder Hunger und überlegten wo wir wohl hingehen könnten. Da wir nichts richtig großes essen wollten fiel die Wahl auf den New Yorker Burger Klassiker Shake Shack, den es nun wohl auch in Harvard bzw. Cambridge gibt.
Die Burger waren recht lecker und wir langsam ziemlich müde. Für den Weg zurück orderten wir wieder einen Lyft und ließen uns an der Straße abholen.

Cambridge Sonnenuntergang

Einen extrem spektakulären Sonnenuntergang durften wir ebenfalls noch beobachten und nach kurzer Fahrt waren wir zurück im Airbnb. Recht lange blieben wir auch nicht mehr wachen und freuten uns auf Boston und den Rest der Reise.

Snoqualmie Falls

Snoqualmie Falls

Heute morgen war der letzte Tag unserer Reise leider schon wieder viel zu früh erreicht. Nachdem wir nochmal schön gefrühstückt und unsere Koffer zu Ende gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Seattle. Vom Fenster aus hatten wir schon ein paar Maschinen von Boeing beobachtet, entschlossen uns aber die Werksbesichtigung auszulassen.
In einem Safeway kauften wir noch ein paar kleine Mitbringsel und steuerten dann unser erstes Tagesziel an, die Snoqualmie Falls östlich von Seattle.

Snoqualmie Falls

Hier war es schon ziemlich voll und es gab auch viel mehr touristische Infrastruktur als erwartet. Bekannt wurden die Fälle durch die Serie Twin Peaks. Sie tauchen dort im Intro auf, die Serie selbst spielt aber in einem fiktiven Ort.

Snoqualmie Falls Bottom

Ein kurzer Trail führt an den Fuß der Fälle. Wir wollten uns gerne noch etwas bewegen und liefen ihn natürlich bis zum Ende. Die ganze Sache dauerte aber nicht allzu lange und bald waren wir wieder am Auto. Wir überlegten wohin wir nun noch fahren wollten. Ganz in der Nähe befindet sich der Snoqualmie Pass, was uns die Chance bot nochmal in die Natur zu kommen.

Snoqualmie Pass

Die Fahrt dorthin führte durch die Berge und war wirklich ansprechend. Zwar fährt man über eine breite Interstate aber trotzdem direkt durch die Natur. Viel los war sowieso nicht. Am Pass gönnten wir uns einen Kaffee und stoppten dann auf dem Rückweg nochmal an einem Trailhead. Für eine Wanderung reichte die Zeit dann aber leider nicht mehr aus.

Kofferraum Dodge Journey

Rechtzeitig vor Abflug waren wir dann schon am Airport. Unterwegs hatten wir zwar einen riesigen Stau aber dank der schnelleren Spur für Autos mit mehr als einem Fahrer ging es dann doch recht flott.

Abgabe Mietwagen Seattle

Das Auto war schnell abgegeben und am Airport waren wir dann ebenfalls recht zügig. Die Koffer waren ebenso schnell eingescheckt. Leider merkte ich nun, dass ich eine Packung Frischkäse im Auto liegen lassen hatte. Da dieser Käse ein Mitbringsel war fuhr ich nochmal zum Rental Car Center zurück und nach einigen ungläubigen Blicken und mit Hilfe mehrere Mitarbeiter war der Käse dann irgendwann wieder gefunden. Nach eineinhalb Stunden war ich zurück am Airport und wir konnten durch die Sicherheitskontrolle. Was wurde mir hier wohl abgenommen? Der Frischkäse…. Zum einen hätte mir das natürlich klar sein können, zum anderen war dies nun die größte Zeitverschwendung seit langer Zeit gewesen!

Mt Rainier aus dem Flugzeug

Der Flieger hab allerdings pünktlich ab und wir konnten nochmal einen Blick auf den Mt Rainier genießen. Weiter ging es dann über Kanadas Rocky Mountains und Grönland zurück.

Kanadische Rockies

Der Flug verlief unspektakulär und nach etwas Wartezeit in Amsterdam kamen wir gut in Nürnberg an. Hier wartete nun ein Berg Wäsche auf uns und wir überlegten natürlich schon, wohin die nächste Reise wohl gehen würde.

Whistler

Whistler

Gestern Abend hatten wir gesehen, dass hier einige Bear Watching Tours angeboten werden und uns etwas schlau gemacht, wo denn eigentlich Bären zu finden sind. Es stellte sich heraus, dass auf der Strecke von Whistler zum Olympic Park wohl fast immer Bären zu finden wären weil sie das Gras am Fahrbanrand anscheinend besonders mögen. Wir beschlossen also möglichst früh aufzustehen und dann sofort dorthin zu fahren.

Black Bear Whistler

Unser Wecker klingelte dann auch recht früh und sehr schnell waren wir unterwegs zu den Bären. Kurz nach dem wir auf die Strecke abgebogen waren bekamen wir auch gleich den ersten Bären zu Gesicht. Vor uns wartete auch bereits ein Jeep mit Passagieren einer geführten Tour. Wir schauten dem Schwarzbär eine ganze Weile zu, beschlossen dann aber erstmal weiter zu fahren und zu schauen, ob noch irgendwo weitere Bären zu finden wären.

Alexander Falls Whistler

Leider hatten wir aber kein wirkliches Glück, die Bären waren im hohen Gras aber auch nicht immer leicht zu entdecken. Wir stoppten dann an den Alexander Falls, die den Ausflug auch ohne Bärensichtung wert gewesen wären. Hier machten wir kurz Pause und irgendwann trudelte auch der Jeep der Bärentour ein.

Olympic Park Whistler

Eigentlich hätten wir nun gerne den Whistler Olympic Park angeschaut, dieser öffnet aber erst wieder später im jahr und hat im September so eine Art Sommerpause. Wir wussten das allerdings schon zuvor und drehten wieder um in Richtung Whistler. Natürlich hielten wir auch auf dem Rückweg fleissig Ausschau nach Bären und hatten sogar nochmal kurz Glück.

Purebread Whistler

Zurück am Hotel liefen wir die paar Meter in den Ort und kauften uns bei Purebread ein paar leckere süße Teilchen. Die Auswahl war riesengroß und alles sah fantastisch aus. Nachdem es bereits schön warm und sonnig war, machten wir es uns an der Olympic Plaza gemütlich und frühstückten in aller Ruhe.

Whistler Olympic Rings

Nachdem wir unser leckeres Früshtück gegessen hatten machten wir noch einen Spaziergang durch Whistler. Der Ort ist zwar komplett auf Touristen ausgelegt, uns gefällt es aber trotzdem wirklich gut hier. Die Umgebung hätte auch noch Programm für ein paar Tage geboten aber irgendwann kommen wir bestimmt wieder.

Morning in Whistler

Wir checkten nun im Hotel aus und fuhren wieder zurück in Richtung Vancouver. Irgendwie wollten wir unser Glück nochmal versuchen und schauen ob wir noch weitere Bären treffen würden. An der selben Stelle wie zuvor hatten wir wieder Glück und konnten nochmal einen Bären (vielleicht war es ja der selbe) sehen.

Black Bear Olympic Park Whistler

Nun wollten wir aber wirklich weiter und unser nächstes Ziel war gar nicht so weit entfernt. Die Brandywine Falls liegen direkt am Highway, nur eine kleiner Spaziergang muss bis zur Aussichtsplattform zurückgelegt werden.

Brandywine Falls

Die Brandywine Falls sind ein eigener Park und der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Wassefälle sind nicht gerade klein und schon beeindruckend.  Leider waren wir nicht die einzigen Besucher aber trotzdem hielt sich der Ansturm in Grenzen.

Daisy Lake Brandywine Falls

Kurz nach den Wasserfällen hat man auch gleich noch einen schönen Blick auf den nahen Daisy Lake. Gerne wären wir hier gleich gewandert aber unser Planung für den Tag sah noch etwas Strecke für uns vor.

Sea to Sky Highway

Bevor wir unser nächstes Ziel erreichten genossen wir nochmal den Ausblick am Rand der Straße und hielten immer wieder mal zu kleinen Fotostopps an. Den letzten richtigen Stopp legten wir dann am Lynn Canyon ein. Der Canyon ist ein beliebtes Erholungsgebiet im Norden von Vancouver und hat eine kleine Hängebrücke. Wir hatten keine Lust auf die Massen an der Capilano Bridge und hatten den Lynn Canyon im Netz als Alternative gefunden.

Lynn Canyon Suspension Bridge

Am Lynn Canyon war dann mehr los als gedacht, insgesmat verliefen sich die Leute aber ganz gut. Der Canyon selbst bietet eine recht tiefe Schlucht, sowie zahlreiche Stufen und natürlich Rutschen. Viele Einheimische nutzen das dazu um im Canyon zu baden und die Rutschen und Sprünge als Abenteuer zu erleben. Problematisch sind hierbei aber die Strömungen, Wassertemperaturen und die Steine. Jedes JAhr sterben Menschen aus Leichtsinn im Canyon.

Lynn Canyon Waterfall

Das Wasser des Canyon kommt vom Lynn River, der unterhalb des Lynn Mountains entspringt. Die ganze Gegend ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen, aus unserer Sicht lohnt sich der Besuch aber nur bedingt. Man muss schon relativ weite Strecken laufen um immer wieder mal ein paar Dinge zu sehen.

Lynn Canyon Danger Sign

An vielen Stellen stehen Tafeln, die das Risiko ausweisen wenn man hier ins Wasser springt. Wir liefen noch bis zum Ende des Canyon, wo man grundsätzlich unproblemtisch baden könnte.

Lynn Canyon

Wir machten uns zurück auf den Weg zum Auto und fuhren in Richtung Grenze. In Vancouver herrschte wieder das absolute Verkehrschaos. Unser Navi fuhr ebenfalls seltsame Strecken, die sich dann im Nachhinein aber als gar nicht so verkehrt herausstellten. Wir brauchten durch Vancouver fast länger als von Whistler nach Vancouver. An der Grenze brauchten wir dann auch nochmal gute zwanzig Minuten bis wir wieder in den USA waren.

Boeing Everett

Wir fuhren die Strecke bis nach Everett nahezu durch und stoppten nur einmal kurz bei Starbucks. Unser Hotel lag direkt am Boeing Werk und von unserem Zimmer hatten wir einen schönen Ausblick auf zahlreiche Maschinen. Abendessen gab es dann nochmal bei Applebees und dann war auch schon kofferpacken angesagt. Morgen geht bereits der Flieger nach Deutschland.

Sea to Sky Highway

Sea to Sky Highway

Heute morgen hatten wir uns ein nahe gelegenes Restaurant zum frühstücken herausgesucht. Laut Internet sollte es im Cafe Medina eines der besten Frühstücke in Vancouver geben. Als wir ankamen war es bereits extrem voll, wir bekamen aber nach kurzer Wartezeit einen Platz. Zu essen gab es dann Oat Meal, Granola und einen extrem guten Avocado Toast. Es hatte sich gelohnt und wir können es nur weiter empfehlen. Als wir gingen, warteten ca. 15 Leute auf einen Tisch…
Wir luden unser Gepäck ins Auto und machten uns nun auf den Weg nach Whistler. Hierzu fuhren wir den Sea to Sky Highway, der am Howe Sound entlang führt und tolle Ausblicke bietet.

Shannon Falls

An den Shannon Falls machten wir den ersten Stopp und liefen die wenigen Meter zu den Wasserfällen. Von hier hatte man auch einen guten Blick auf den Stawamus Chief, einem größeren Berg der ein gutes Wanderziel abgibt. Wir wollten aber heute eigentlich keine riesige Wanderung unternehmen und fuhren deswegen weiter zur Sea to Sky Gondola, die uns weiter nach oben in die Berge bringen sollte.

Sea to Sky Gondola

Die Seilbahn gibt es noch nicht allzu lange und erschließt die Berge hinter dem Stawamus Chief. Die Fahrt nach oben bietet bereits viele schöne Ausblicke über den Howe Sound und die umliegenden Berge.

Sky Pilot Suspension Bridge

Oben angekommen ist es dann recht touristisch, das störte uns aber erstmal nicht. Über eine große Hängebrücke kann man eine Schlucht überqueren und dann zu verschiedenen kleinen Rundgängen starten. Wir bekamen auch eine Karte, auf der die Wanderungen abgebildet waren. Leider fehlten die Kilometer Angaben und der Maßstab war komplett falsch.

Al's Habrich Ridge Trail

Nachdem uns die kurzen Trails irgendwie zu unspektakulär waren, entschieden wir uns für den Al’s Habrich Ridge Trail. Hier geht es zu einem Aussichtspunkt, an dem man einen schönen Blick auf den Mt Habrich hat und auch auf den Howe Sound. Schon bald wurde uns klar, dass die Karte nicht mit der realität übereinstimmte und der Weg wohl doch weiter war. Da wir genügend Zeit und Proviant hatten war uns das aber erst mal egal.

Howe Sound

Der Trail schraubte sich immer weiter nach oben und der Ausblick wurde immer besser. Meistens gab es gar keinen richtigen Trail sondern nur kleine Markierungen und Fähnchen an Bäumen. An zwei Stellen mussten auch Seile zur Hilfe genommen werden um über große Felsen zu kommen.

Squamish River Howe Sound

An einem Aussichtspunkt wollten wir schon umkehren, ein anderer Wanderer meinte aber, dass nach ca. 25 Minuten ein noch besserer Ausblick käme. Natürlich liefen wir weiter und der andere Wanderer hatte auch recht. Man konnte zum Beispiel sehr schön den Zusammenfluss von Squamish River und Howe Sound erkennen. Außerdem gab es einen schönen Blick auf den Mt Habrich.

Al's Habrich Ridge

Wir machten eine gemütliche Pause auf den Felsen, erkundeten etwas die Umgebung un beschlossen dann den Rückweg anzutreten. Die Bilder können es leider nicht so recht widergeben, aber die Wanderung kommt locker in die Top 5 dieses Urlaubs. Natürlich machten wir auch noch einige Fotos bevor wir weiter gingen.

Simon macht Fotos

Der Weg nach unten ging dann ganz gut vorran, auch wenn manchmal nicht mehr so ganz klar war, wie der Weg eigentlich verlief. Mit der Seilbahn fuhren wir wieder zum Auto und machten uns auf den Weg nach Whistler. Wir bekamen ein schönes Zimmer im Hotel und erkundeten dann noch etwas den Ort.

Downtown Whistler

Abendessen gab es mal wieder in der Old Spaghetti Factory. Anschließend kauften wir noch ein paar Mitbringsel und recherchierten, was wir am nächsten Tag alles noch so machen könnten. Whistler selbst gefiel uns sehr gut und wir werden auf jeden Fall nochmal dorthin fahren. Morgen steht dann die Rückreise nach Seattle an.