Redwoods NP

Redwoods NP

Nach dem Frühstück im Hotel tankten wir kurz den Wagen auf und machten uns auf den Weg in den Redwood NP. Nach kurzer Zeit kamen wir bereits am Thomas H. Kuchel Visitor Center an, holten uns eine Karte des Parks und machten einen kurzen Spaziergang am Strand.

Lady Bird Johnson Grove

Unser nächster Stopp war dann am Lady Bird Johnson Grove. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an einer großen Herde Redwood Elk vorbei, die an der Straße grasten. Der Parkplatz am Trailhead war schon ordentlich voll und wir bekamen unseren Dodge gerade noch so geparkt.

Redwoods NP - Lady Bird Johnson Grove

Durch den Grove führt ein kurzer Trail, den wir nun komplett abliefen. Die Bäume sind wirklich unfassbar hoch, auf Fotos lässt sich das gar nicht wirklich darstellen.

Redwoods

Allerdings sind die Bäume nicht nur hoch, sondern auch richtig dick. Der Baum im Vordergrund ist für deutsche Verhältnisse schon recht groß, der hintere Baum ist breiter als manches Auto lang. Uns gefiel es hier recht gut und sobald man vom Eingang etwas entfernt war, konnte man auch die Ruhe genießen.

Redwoods NP - Fern Canyon

Über eine acht Meilen lange Dirt Road ging es weiter zum Fern Canyon. Die Dirt Road war zunächst recht steil und teilweise auch ziemlich eng und ruppig, insgesamt aber gut zu bewältigen und auch schön anzusehen. Der Fern Canyon heißt so, weil er komplett mit Farnen eingewachsen ist. Aufgrund des feuchten Klimas gedeihen sie hier recht gut.

Fern Canyon

Immer wieder ergossen sich auch kleine Wasserfälle vom Rand über die Farne. Hier wurde übrigens auch Jurassic Park gedreht und man kann sich schon vorstellen, dass ein Dino hinter der nächsten Ecke wartet. Im Canyon war es recht gut gefüllt, das mussten die Labor Day Nachwehen sein. Genervt waren wir aber nur von einer deutschen Rentnerin, die sich immer vorbei drängelte, um dann an den Engstellen stehen zu bleiben…

Gold Bluffs Beach

Am Gold Bluff Beach machten wir noch einen kurzen Stopp, bevor wir die Dirt Road wieder zurück fuhren. Hier trafen wir dann auch nochmal auf einen Redwood Elk, der dann aus der Nähe doch recht riesig wirkte.

Klamath River Overlook

Bevor wir in Crescent City, unserem Übernachtungsort, ankamen, stoppten wir noch am Klamath River Overlook. Hier soll man besonders gut Wale beobachten können. Wir holten unser Fernglas raus und waren auch gleich überzeugt, einen Wal gesichtet zu haben. Nach ein paar Minuten kam  es uns dann aber doch komisch vor, dass er sich nicht wirklich bewegte. Am Ende war es dann ein Fels im Wasser…

Howland Hills Road

In Crescent City checkten wir im Best Western ein und fuhren dann zum Jeddediah Smith SP. Unser bevorzugter Weg war die Howland Hills Road, eine weitere Dirt Road, die sich durch die Bäume schlängelt. Die Straße ist steil, eng und kurvig. Vor uns fuhr zunächst ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen, das alle Schilder und ignorierte, die Wohnmobilen von dem Befahren dieser Straße abriet. Zum Glück ließ es uns aber noch vor der dem Beginn der engsten Strecke passieren.

Stout Grove

Die Straße war schon wahnsinnig toll und wir können sie nur allen ans Herz legen. Am Ende der Howland Hills Road wartet der Stout Grove, der alle bisherigen Groves in den Schatten stellte. Die Stimmung und das Licht waren wunderschön, die Bäume riesig.

Große Bäume

Wir machten zahlreiche Fotos und ließen uns ausgiebig Zeit, um die Stimmung zu genießen. Teilweise war es natürlich gar nicht so einfach, die Bäume zu fotografieren.

Stout Grove Redwoods

Wir erfreuten uns noch etwas am Anblick, machten ein Foto für eine größere Familie und konnten sogar noch das Wohnmobil wieder entdecken und uns wundern, wie es durch die enge Straße gekommen war.

Jeddediah Smith SP

Nach dem ausgiebigen Besuch des Stout Groves ging es zurück nach Crescent City. Dort aßen wir im Good Harvest Cafe ein paar Fish Tacos, die recht lecker waren und die paar Minuten Warterei auf einen Tisch locker rechtfertigten. Abends mussten dann noch zwei Harley Fahrer ihre Motorräder über eine Stunde vor unserem Zimmer laufen lassen. Alles vibrierte, aber irgendwann waren die dann auch weg und wir konnten in Ruhe schlafen.

Avenue of the Giants

Avenue of the Giants

Heute stand vorrangig ein längerer Fahrtag auf dem Programm. Wir mussten vom Lassen NP an die Küste kommen und auf der Strecke dazwischen gibt es nicht allzu viel. Die Nacht im Hotel war wieder nicht der Hit, schon zum zweiten mal wurde im Zimmer neben uns ab zwei Uhr für eine Stunde das Zimmer umgeräumt. Im Frühstücksraum war es auch recht gut gefüllt.

Driving California HW 36

Nachdem wir aufgetankt und im Walmart die Vorräte aufgefüllt hatten, ging es los auf den California HW 36, der durch Kurven und Hügel in Richtung Küste führt. Zwischendurch machten wir kurz Pause, die meiste Zeit fuhren wir aber einfach durch. Irgendwann verlor ein Pickup direkt neben uns ein paar große Kisten, die es von der Ladefläche wehte. Wir wurden aber verschont und konnten somit weiter gen Westen fahren.

Avenue of Giants - Blick nach Oben

Unser Ziel war die Avenue of the Giants, wo wir dann nachmittags ankamen. Da heute Labor Day war, war es schon nicht mehr ganz so voll. Wir waren von den Bäumen auf jeden Fall gleich mal begeistert, denn die waren nicht nur dick sondern auch ganz schön hoch.

Avenue of Giants - Spaziergang durch Redwoods

Wir stoppten immer wieder mal und nahmen uns für den Founders Grove länger Zeit, um die riesigen Redwoods bestaunen zu können. Der Parkplatz war zwar recht voll, aber insgesamt verliefen sich die Leute ganz gut.

Avenue of Giants - umgefallener Baum

Bei den umgefallenen Bäumen waren die Splitter teilweise so groß wie ganze Bretter. Wir waren ganz fasziniert und schauten uns ausgiebig um. Bei unserem nächsten Stopp vergaßen wir dann vor lauter filmen das fotografieren, deswegen hier nun das Video.

Drive Through Tree – Redwoods

Wir machten uns auf den Weg zum Shrine Drive Through Tree in Myers Flat und fuhren natürlich auch durch den Baum. Insgesamt war das schon ein rechter Touri Nepp, aber natürlich trotzdem ganz interessant. Der Baum selbst stand auch nur noch auf Stützen.
Nachdem wir den Punkt „Durch einen Baum fahren“ nun abhaken konnten, ging es zum Hotel nach Arcata. Hier bekamen wir ein Upgrade auf eine Suite, leider aber nicht im obersten Stock. Natürlich trampelete dann nachts über uns jemand rum.

Eureka Hafen

Wir fuhren nun nochmal nach Eureka um etwas zu Abend zu essen. Der Ort war quasi ausgestorben, bis auf ein paar Obdachlose war kaum jemand unterwegs. Es gab drei Restaurants, die geöffnet waren, zwei davon komplett überfüllt. Wir entschieden uns für die Banana Hut, in der es hawaiianisches Essen gab. Leider mussten wir fast 45 Minuten warten, u.a. weil ein Ehepaar nach dem Essen über eine Stunde nicht vom Platz aufstehen wollte. Mit uns warteten noch zahlreiche andere Gäste. Das Essen war aber gut und der Service nett.
Nun ging es zurück ins Hotel und morgen sollte dann der richtige Redwood NP auf dem Programm stehen.

Bumpass Hell & Lassen Peak

Bumpass Hell & Lassen Peak

Für uns ging es heute früh los. Wir hatten dafür mehrere Gründe, zum einen war unser Tagesplan recht voll, zum anderen war aber auch das Hotel komplett überfüllt und sehr laut. Nachdem wir uns durch den überfüllten Frühstücksraum gekämpft hatten, ging es in den Lassen NP. Die Fahrt dorthin dauerte knapp eine Stunde.

Kathrin & Simon auf dem Lassen Peak

Zunächst besuchten wir kurz das Visitor Center und holten uns ein paar Infos, danach ging es zum Parkplatz vom Bumpass Hell Trailhead. Bereits im Visitor Center war es ganz gut voll, am Trailhead dann natürlich ebenfalls. Trotzdem fanden wir noch einfach einen Parkplatz und liefen los.

Bumpass Hell Trail

Zunächst konnten wir tolle Panoramen auf die Berge in der Umgebung genießen, doch recht schnell veränderte sich die Luft, es roch nach Schwefel und wir konnten Dampf aufsteigen sehen. Bumpass Hell ist ein geothermisches Gebiet, ein bisschen wie der Yellowstone in ganz klein.

Bumpass Hell River

Wir waren früh genug dran, dass es noch nicht komplett überlaufen war. Für viele Touristen war das hier allerdings schon der anstrengendste Hike ihres Lebens, zumindest wirkte es für uns so. Ein schwefeliger Bach musste als erstes überquert werden, bevor wir mitten im Quellgebiet standen.

Bumpass Hell

Seinen Namen hat Bumpass Hell von einem gewissen Kendall Vanhook Bumpass, der sich als Bergarbeiter und Guide öfters in der Gegend befand. Leider brach er durch die dünne Gesteinsschicht und verbrannte sich im heißen Wasser so sehr, dass sein Bein amputiert werden musste. Zu seinem Andenken heißt das Gebiet nun Bumpass Hell und kann sicher über Holzplanken besichtigt werden.

Boiling Pools - Bumpass Hell

Es gibt hier zahlreiche heiße Pools in den buntesten Farben, ebenso gibt es ein paar blubbernde Matschbecken. Uns gefiel das alles natürlich sehr gut und wir bekamen gleich wieder Lust auf einen Besuch des Yellowstone NP.

Bumpass Hell Boardwalk

Irgendwann machten wir uns natürlich auf den Rückweg und nach insgesamt ca. einer Stunde und fünfzehn Minuten waren wir auch schon wieder am Auto. Am Parkplatz war inzwischen die Hölle los, der Labor Day hatte gnadenlos zugeschlagen.

Panorama from Lassen Peak

Wir nahmen uns nun vor, auf den Lassen Peak zu wandern. Der Trailhead war nicht wirklich weit entfernt, nur das Parken gestaltete sich relativ schwierig. Wir bekamen dann aber doch noch einen guten Platz und machten uns auf den Weg.

Lassen Peak Trail

Der Trail stieg stetig an und es gab eigentlich kein einziges flaches Stück. Mit uns wanderten viel andere auf den Gipfel. Wir überholten die meisten und wurden selbst nur einmal überholt, das war schon mal ein gutes Zeichen.

Lassen Peak Snow

Nach einiger Zeit kam der Gipfel immer näher und wir konnten uns schon mal auf den Ausblick freuen. Hier oben war es ordentlich kalt und es wehte ein starker Wind. Wir tippen, dass es hier oben maximal noch 5 Grad hatte (die unzähligen Labor Day Hiker in kurzer Hose & T-Shirt würden hier sicher keinen Spaß haben und sahen teilweise auch sehr unglücklich aus der Wäsche).

On Top of Lassen Peak

Vor dem Gipfel musste man dann noch über ein Schneefeld stapfen und anschließend über Geröll auf den Gipfel steigen. Das haben wir natürlich gemacht und oben dann den schönen Rundumblick genossen.

Lassen Peak Crater

Da wir uns hier auf einem Vulkan befinden, gibt es natürlich auch einen kleinen Krater. Diesen bewunderten wir auch ein wenig. In der Ferne konnten wir sogar Mt Shasta erkennen, durch die Waldbrände war die Fernsicht aber nicht so überragend.

Kathrin & Simon auf dem Lassen Peak

Nach einer Pause und einem Beweisfoto machten wir uns wieder an den Abstieg. Runter ging es natürlich schneller als rauf und so kamen wir nach ca. drei Stunden und fünfzehn Minuten wieder am Auto an. Der Nationalpark gibt den Hike mit 4 – 6 Stunden an, so schlecht haben wir uns gar nicht geschlagen.

Lassen Peak Trail Parkplatz

Am Parkplatz war es immer noch voll, aber einige hatten auch schon die Heimreise angetreten. Wir packten alles zusammen und fuhren zum Summit Lake. Dort machten wir ein kleines Picknick und fuhren gleich weiter, um den Nature Trail in der Devastaded Area zu laufen. Ein sehr kurzer Trail, der trotzdem ganz interessant war.

Devastaded Area - Lassen NP

Man konnte z.B. diesen Stein bestaunen, der beim letzten Ausbruch des Lassen Peak vor knapp hundert Jahren bis hier her geschleudert wurde. Der Lassen Peak ist übrigens der größte Lavadom Vulkan der Welt und eigentlich nur der Rest des Kraterrands eines anderen größeren Vulkans.

Manzanita Lake - Lassen Peak

Unser letztes Ziel war der Manzanita Lake, der uns mit einem unglaublichen Panorama belohnte. Der kurze Trail um den See dauert ca. 45 Minuten und lohnt sich sehr.
Zurück im Hotel brauchten wir erst mal ein ordentliches Abendessen und wurden beim Mexikaner gegenüber fündig. Das Essen war wirklich hervorragend und es war deutlich angenehmer als gestern bei Applebee’s. Am nächsten Tag sollte es für uns dann an die Küste zu den Redwoods gehen.

From Shasta to Lassen

From Shasta to Lassen

Heute morgen stand nach dem Frühstück zunächst eine längere Fahrt in Richtung Lassen NP an. Unterwegs wollten wir aber noch ein paar andere schöne Locations besuchen und natürlich freuten wir uns auch, dass es nun mal wieder nach Kalifornien ging.
Die Fahrt zog sich ein wenig und an der Grenze zu Kalifornien wurden wir natürlich auch nach mitgebrachtem Obst gefragt. Wir hatten nichts dabei und somit konnte es direkt zum Mt Shasta gehen.

Panther Meadow - Mt Shasta

Dort angekommen fuhren wir zunächst bis ganz nach oben und sahen uns etwas um. Viel los war nicht, leider war es auch sehr rauchig auf Grund der ganzen Waldbrände. Etwas weiter unten findet sich die Panther Meadow, die wir nun für einen kleinen Spaziergang nutzten. Es gab hier etwas, was uns sonst in der Natur noch nirgends untergekommen war. Obdachlose und Hippies schliefen hier und versuchten Autos zum trampen anzuhalten. Mt Shasta gilt bei den Hippies nämlich als ein Ort mit besonderer Energie, deswegen gab es hier einige sehr seltsame Gestalten.

Lower McCloud Falls

Weiter ging es zu den McCloud Falls. Hierbei handelt es sich um drei Wasserfälle, die auf kurzer Distanz verteilt liegen. Zunächst besuchten wir die Lower Falls, die schon ganz nett waren. Viele Touristen und Einheimische nutzten die Gegend für einen Campingausflug, schließlich stand ja das Labor Day Weekend an.

McLoud Falls - Deer

Am Parkplatz wurden wir dann aber erstmal von ein paar Rehen begutachtet. Nachdem die Rehe nichts an uns auszusetzen hatten, fuhren wir ein Stück weiter zu den Middle Falls. Wir hätten wohl auch laufen können, aber unser Tagesplan hatte noch ein paar andere Ziele und so wählten wir die schnellere Variante mit dem Auto.

Middle McCloud Falls

Die Middle McCloud Falls waren ebenfalls recht schön. Es gibt sicherlich größere Wasserfälle, aber zum kurzen Zeitvertreib an der Strecke war das hier schon genau richtig.

Upper McCloud Falls

Zuletzt waren dann die Upper McCloud Falls dran, die sehr nah an den Middle Falls liegen. Wir sahen uns etwas um und stiegen anschließend wieder ins Auto um in Richtung Süden weiterzufahren.

Burney Falls

Die Burney Falls waren unser nächstes Ziel. Hier war es ordentlich voll, gibt es doch einen großen Campground, einen ordentlichen Store und Möglichkeiten zum Angeln. Der PCT läuft übrigens auch hier durch.
Die Wasserfälle waren wirklich spektakulär und auch ziemlich groß. Die bereits recht warme Temperatur kühlte an den Fällen gleich merklich ab. Wir machten zahlreiche Fotos und liefen dann noch den Falls Loop.

Burney Falls Trail

Der Trail ist nicht wirklich lang, teilt sich etwas Strecke mit dem PCT und umkreist die Wasserfälle einmal. Nach kurzer Zeit waren wir zurück am Auto und  nahmen die letzten Kilometer bis zum Lassen NP in Angriff. Unser Tank leerte sich inzwischen merklich, besonders viele Tankstellen gibt es hier allerdings leider nicht.

Cinder Cone - Lassen NP

Unser Ziel heute war nicht der Haupteingang des Lassen NP, sondern der etwas abseits gelegene Cinder Cone. Bis wir am Abzweig zum Cinder Cone ankamen, versuchten wir etwas Sprit zu sparen. Anschließend ging es über eine Dirtroad zum Aschehügel. Hier war es recht idyllisch und kaum etwas los. Wir gaben die Hoffnung nicht auf, dass es im Hauptteil des Parks am nächsten Tag auch so werden könnte, obwohl Labor Day Weekend war.

Lava Beds - Cinder Cone

Der Trail zum Cinder Cone führte durchgehend über Vulkanasche, was sich anfühlte wie eine Wanderung im Sand.  Das Vorankommen ging also nicht so schnell, aber landschaftlich war es natürlich wahnsinnig schön.

Cinder Cone Trail - Lassen NP

Der Trail auf den Kraterrand war dann auch ordentlich steil und wir überlegten schon, ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war, hier hoch zu wandern. Je weiter wir nach oben kamen, desto windiger wurde es auch.

Cinder Cone - Lassen Peak

Nachdem wir etwas an Höhe gewonnen hatten, wurde auch der Blick auf den Lassen Peak frei. Durch das lose Geröll bewegten wir uns ständig zwei Schritte nach vorne und verloren dabei einen Schritt nach hinten. Egal, irgendwann kamen wir dann erschöpft am Gipfel an. Und gelohnt hatte sich der Aufstieg definitiv.

Cinder Cone Panorama

Wir mussten zwar aufpassen, dass wir nicht weggeweht wurden, aber ansonsten war es einfach nur traumhaft. Bis auf eine andere Familie aus Österreich waren wir komplett alleine.

Painted Dunes - Cinder Cone

Von oben bot sich ein fantastischer Blick auf die Painted Dunes, die durch das Vulkangestein entstanden sind. In die Dünen selbst darf man nicht laufen, damit sie möglichst gut erhalten bleiben.

Lava Flow - Lassen NP

Den riesigen Lavastrom, der sich hier durchzieht, kann man auch von oben erst so richtig erfassen. Wir ließen uns viel Zeit am Kraterrand und liefen einmal außen herum.

Kathrin & Simon - Cinder Cone

Ein Erinnerungsfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Eine kleine Rast machten wir auch auf dem Gipfel, wir waren ja schon lange unterwegs und hatten heute viel gesehen.

Painted Dunes - Lassen NP

Ein letzter Blick auf die Painted Dunes und wir wagten uns an den Abstieg. Runter ging es deutlich schneller und so kamen wir bald wieder am Auto an. Glücklicherweise reichte unser Sprit auch auch über die Dirt Road zurück und bis zur nächsten Tankstelle, die zwar etwas teurer, aber besser als nichts war.
Unser Hotel in Red Bluff war dann leider nicht so der Hit. Es quoll über vor Familien, einige auf der Durchreise, die wenigsten aber auf Outdoor getrimmt. Die Nacht war dann ebenfalls relativ laut, aber wir wollten ja am nächsten Tag sowieso früh los in Richtung Lassen NP.

Crater Lake

Crater Lake

Heute stand nur der Crater Lake NP auf dem Programm. Da wir diesen aber nur als Zwischenstopp anschauen wollten und  nicht bis in den Abend dort bleiben konnten, machten wir uns früh auf den Weg. Etwas wehmütig verließen wir Bend, dass uns schon ans Herz gewachsen war.

Wizard Island in Fog - Crater Lake NP

Die Fahrt zum Crater Lake NP war nicht allzu spektakulär, ging es doch die meiste Zeit geradeaus durch den Wald. Am Nationalpark angekommen war plötzlich relativ viel los, außerdem gab es im ganzen Park Baustellen, die ein zügiges Vorankommen erstmal nicht möglich machten. Nachdem wir knapp 30 Minuten warten mussten, bevor wir wieder losfahren durften, kamen wir endlich am Visitor Center an. Der Blick in den Krater war sehr ernüchternd. Durch die Waldbrände in der Umgebung hatte sich eine ordentliche Menge Rauch im Krater gesammelt. Es roch nicht nur verbrannt, sondern die Sicht war auch extrem eingeschränkt.

Mt Scott - Crater Lake NP

Wir überlegten, was wir nun am besten machen sollten und entschlossen uns, auf den Mt Scott zu wandern. Es handelt sich dabei um die höchste Erhebung im Park und ist im Grunde ein Teil eines anderen Kraterrandes. Die Temperatur war inzwischen auf knapp zwei Grad Celsius gefallen, was auch nicht gerade half.

Mt Scott Trail - Crater Lake NP

Aber egal, wir machten das beste daraus und starteten den Hike. Mit uns liefen noch zwei andere Wanderer los, sonst war aber nicht wirklich viel los hier. Stetig arbeitete sich der Weg nach oben und bot zumindest nette Ausblicke. Auch Schnee konnten wir hier noch finden.

Fire Lookout - Mt Scott

Als wir fast oben waren öffnete sich der Blick und die letzten Meter legten wir auf dem Kamm zurück. Hier wehte ein ordentlicher Wind und es war noch mal frischer als am Anfang der Wanderung. Landschaftlich war aber es aber trotzdem schön und der Aufstieg hatte sich definitiv gelohnt.

Crater Lake View - Mt Scott

In der Ferne lag der Crater Lake und wir hatten einen super Ausblick. Leider aber eben alles immer noch etwas verraucht. Hier oben war aber zumindest die Luft gut.

Mt Scott - Panorama

Auf dem Rückweg wurden wir dann noch mit einem absoluten Traumblick belohnt. Insgesamt waren wir nicht ganz zwei Stunden unterwegs und auch bei guten Wetter würde ich diesen Hike weiterempfehlen.

Cloudcap Overlook - Crater Lake NP

Zum nächsten View Point brachte uns dann wieder unser Auto. Am Cloudcap Overlook waren wir schon bedeutend näher am Crater Lake dran. Hier war es wieder sehr windig, aber trotzdem lohnte es sich etwas umherzulaufen und den riesigen See zu betrachten. Der Crater Lake speist sich übrigens nicht aus einer Quelle, sondern nur aus Regenwasser, dass in den Krater fällt. Natürlich brauchte es ein paar tausend Jahre, bis der See so voll war wie jetzt.

Phantom Ship - Crater Lake NP

Auf dem See darf außer einem Schiff der Parkverwaltung niemand fahren, allerdings gibt es noch eine Gesteinsformation namens Phantom Ship. Hierbei handelt es sich um einen Steinhaufen im Krater, der vom Wasser noch nicht eingenommen wurde.

Crater Lake Wildlife

Wir besuchten nun noch das Visitor Center, um uns etwas aufzuwärmen. Wir konnten die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgeben und versuchten unser Glück nochmal mit einem Blick auf den See. Zu unser Überraschung klarte es auf der fünf minütigen Fahrt komplett auf und wir bekamen doch noch einen super Ausblick geboten.

Sunny Wizard Island - Crater Lake NP

Jetzt gefiel es uns hier gleich bedeutend besser, die warmen Sonnenstrahlen taten ihr übriges dazu. Wir beobachteten ein paar Chipmunks und schauten in den Krater. Natürlich wollten wir auch ein Foto von uns machen, hierbei halfen uns zwei Deutsche Mädels.

Kathrin & Simon - Crater Lake NP

Nicht nur wir genossen den Ausblick auf den See, sondern auch die zahlreichen Chipmunks.

Chipmunk - Crater Lake NP

Uns freute es sehr, dass wir nochmal zum Crater Lake hochgefahren waren und mit dem super Wetter und Ausblick belohnt wurden. Ein letzter Blick und wir machten uns auf den Weg in Richtung Medford.

Discovery Point - Crater Lake

Die Fahrt dorthin war wenig spektakulär. In Medford angekommen waren wir dann gleich etwas überrascht, es hatte nämlich ca. 35 Grad und war richtig heiß. Zwar waren wir noch nicht in Kalifornien, aber deutlich niedriger. Uns störte das natürlich nicht. Abendessen gab es in einem eher ranzigen Olive Garden. Am nächsten Tag sollte es dann in Richtung Lassen NP gehen.