Independence Day

Independence Day

Heute ist unser letzter Tag in den USA. Nach dem Aufstehen packen wir erstmal die Koffer flugfertig und frühstücken dann im Hotel. Wir wägen ein bißchen ab, was wir heute noch anstellen sollen. Als erstes Ziel nehmen wir uns die Parade zum Independence Day in Redwood City vor. Nach kurzer Fahrt gelangen wir in Downtown an und finden sogar einen Parkplatz. Es ist ziemlich viel los, alle wollen die Parade sehen. Die ersten Wagen verpassen wir zwar, das macht aber nichts, weil wir den großen Rest der Parade für eineinhalb Stunden zuschauen werden.

Independence Day

An uns ziehen Cheerleader, Baseballspieler, Kirchen und alles Mögliche vorbei. Am lautesten wird es bei den Soldaten der Air Force und Navy. Auch Scientology ist vertreten, geklatscht wird hier aber kaum. Danach bummeln wir noch kurz über die Festlichkeiten in der Stadt, es gibt Musik und eine Oldtimeraustelllung.

Independence Day Parade

Nun fahren wir nach Stanford. Uns war zwar klar, dass hier am 4. Juli alles zu ist, aber anschauen wollten wir uns den Campus trotzdem noch. Nachdem wir ein bißchen umher gelaufen sind und feststellen, dass es an der Küste einfach immer deutlich kälter ist als ein paar Kilometer weiter im Landesinneren, fahren wir weiter.

Stanford

Nächster Stopp ist eine Mall, die natürlich trotz des Feiertages offen hat. Wir halten auch nochmal bei einem Supermarkt und kaufen uns ein paar USA Fähnchen als Erinnerung. Mittagessen gibt es bei Taco Bell, wo wir für 11 Dollar mehr als einmal satt werden können. Wir brechen dann in Richtung Flughafen auf, weil wir nicht mehr genügend Zeit für weitere Unternehmungen haben. Das Auto ist in 5 Minuten abgegeben und der Air Train bringt uns direkt zum Check-In Schalter. Wir vertreiben uns die Zeit im Flughafen und heben dann pünktlich nach Zürich ab.

SWISS A340 San Francisco

Diesmal haben wir die Maschine mit der San Francisco Sonderlackierung bekommen, sehr schön! Der Rückflug dauert sowieso schon weniger lang als der Hinflug und dank Rückenwind sind wir nach zehn Stunden wieder auf europäischen Boden. Um kurz nach 18 Uhr landen wir in Nürnberg und stellen erstmal fest wie klein die Autos hier sind!

 

California Dreamin’

California Dreamin’

Heute Morgen ist der Nebel von LA zurück! Trotzdem überlegen wir, wie wir nach Norden fahren sollen. Zuerst fahren wir aber noch einmal nach Downtown SLO um uns dort im Shop der Uni einzukleiden.  Danach geht es auf die 101 nach Norden, immer noch überlegen wir ob wir nun die Küste entlang oder den Highway 101 im Hinterland nehmen sollen. Bis Big Sur sind wir gestern nicht mehr gekommen, also doch noch einmal Küste! Irgendwie sah die Straße das letzte Mal aber anders aus, ein bißchen spät merken wir, dass wir die Abfahrt verpasst haben. Über die 64 queren wir zum Highway One und sind irgendwann dort, wo wir hinwollten. Nach mehreren langsamen Meilen sind alle vor uns in Scenic Views eingebogen oder von uns überholt worden. Sobald das Auto keinen Tempomat mehr hat, fährt man wieder wie in Deutschland… Auf der kurvenreichen Strecke haben wir sehr lange freie Fahrt und somit können wir auch ein bißchen zügiger hier durchfahren – macht Spaß! Als wir bei Big Sur ankommen versuchen wir den berühmten Hurricane Point zu finden, merken aber erst in Carmel by the Sea, dass es damit wohl nichts mehr wird! Da hat sich der lange Weg ja mal richtig gelohnt! Das Stück an der Küste ist zwar schön, allerdings hat es uns nicht so umgehauen wie wir erwartet hätten. Heute war es natürlich auch noch nebelig, andererseits gab es somit auch andere Blicke und es war nicht total umsonst!

Cannery Row Monterey

In Monterey suchen wir uns einen Parkplatz, nachdem wir beschlossen haben den 17-Mile-Drive nicht zu fahren weil das Wetter nicht wirklich der Hit ist. In Monterey ist dann endlich die Sonne da und wir beschließen uns das Monterey Bay Aquarium anzusehen. Sehr interessant und auch seinen Eintritt wert. Hier sehen wir unglaublich viele Fischarten, bizarre Quallen und natürlich die kalifornischen Seeotter, die irgendwie die Hauptattraktion des Aquariums sind…. Ein paar Pinguine und Haie gibt es aber auch noch.

Monterey Bay Aquarium

Der Hunger treibt uns dann zurück zur Cannery Row, wo wir in eine Bar einkehren. Ach ja, im Andenkenladen werde ich vom Verkäufer für einen der Jonas Brothers gehalten. Ich weiß ja nicht so recht, Rabatt gibt es trotzdem nicht! Der Weg nach Half Moon Bay wurde nun zum schönsten Teil der Strecke am Meer. Hier war es so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Einsame Strände, romantische Buchten und der Sonnenuntergang verschönerten uns den Weg!

Highway One Strand

Am letzten Abend ging es dann noch einmal in einen Supermarkt um uns wieder darüber zu ärgern, dass in den USA auch in kleinen Orten die Auswahl besser ist als bei uns zu Hause! Morgen werden wir dann noch ein wenig die Gegend genießen und uns die Parade zum vierten Juli ansehen!

Surfin‘ California

Surfin‘ California

Blick aus dem Fenster – blauer Himmel! Sehr gut! Das Frühstück im Hotel war ganz ok, leider war der Frühstücksraum wie immer zu klein! Wir brechen auf in Richtung Norden, immer am Highway One entlang. Erster Stopp des Tages ist Morro Bay. Der Ort ist wirklich schön und der große Fels im Meer macht die Kulisse noch schöner. Das kann man von dem Kraftwerk, das direkt neben der Main Street steht, nicht behaupten. Wie kann man nur sowas an so eine Stelle bauen?

Highway One Seelöwen

Weiter geht es zum Hearst Castle. Wir dachten ja, man muss ewig im Voraus reservieren um eine Karte zu bekommen. Falsch gedacht! Obwohl es der Freitag vor dem Independence Day war, war es überhaupt kein Problem. Allerdings wurden die Leute in 50er Gruppen ins Schloß gefahren, darauf hatten wir keine Lust. Wenn man den Preis von 25 $ mit einbezieht und unsere zahlreich besuchten Schlößer in Europa, war es sicher keine schlechte Entscheidung! Wir fuhren ein Stückchen weiter und kamen zu einem Strandabschnitt an dem sich zahlreiche Seelöwen sonnten. Wäre der Wind nicht so kalt gewesen, wären wir sicher etwas länger stehen geblieben.
Weiter geht es zum Ragged Point, hier gibt es einen kleinen Laden, ein Restaurant und ein Hotel. Vom Garten aus, hat man einen wunderschönen Blick auf die Steilküste. Hier hätte uns eine Übernachtung auch sehr gut gefallen…

Ragged Point

Für uns wird es aber nur ein Rastplatz an dem wir unser Mittagessen zu uns nehmen. In zahlreichen Kurven windet sich die Straße entlang der Küste, es geht bergauf und bergab. Immer wieder bieten sich neue schöne Ausblicke. Unser letzter richtiger Stopp wird der Julia Pfeiffer Burns State Park. Hier bewundern wir die sehr schöne Bucht mit einem kleinen Wasserfall. Eine Tafel erinnert daran, dass hier einmal ein Haus stand. Erneut schießt uns der Satz „Hier könnten wir auch wohnen!“ durch den Kopf!

Julia Pfeiffer Burns SP

Da nun schon einige Zeit vergangen ist, drehen wir wieder um und fahren zurück nach San Luis Obispo. Leider fühlen wir uns hier zurück nach Deutschland versetzt, viele schleichen die Strecke nur so entlang.

Highway One Brücke

Komischerweise vor allem im Hinterland, wo es eh nichts zu sehen gibt. Irgendwann kommen wir dann im Hotel an und entspannen uns noch ein wenig bei Shrimps mit Nüssen, vom Chinesen gegenüber, bevor wir schlafen gehen. Morgen ist leider schon der vorletzte Tag!

Auf nach Dänemark!

Auf nach Dänemark!

Irgendwie hängt über unserem Hotel immer grauer Himmel. Egal, wir fahren los in Richtung Venice Beach und Santa Monica Pier. Hier ist der Himmel dann natürlich auch grau und es ist echt kalt. California Dreamin‘ halt… Wir schlendern ein bißchen herum und fahren dann zurück nach Marina del Rey. Hier sieht es schon viel gepflegter und teurer aus. Im künstlichen Yachthafen liegen einige Boote, die wir von unserem Tisch in der Cheescake Factory betrachten.

Santa Monica Strand

Danach geht es wieder zurück nach Santa Monica, wenn man ein Stück weiter fährt werden auch die Häuser größer und teurer. Hier schaut es dann auch, trotz des grauen Himmels, schon eher nach dem klassischen LA Strandleben aus. Weiter führt uns unser Weg durch Malibu, das ziemlich lang ist. Auch hier sind die Häuser am Anfang gar nicht so nobel, werden dann aber immer besser. Einen Star treffen wir auch hier nicht…
Ein ganzes Stück fahren wir an der Küste entlang und versuchen auch ab und zu an einem State Beach anzuhalten, allerdings werden hier immer gleich 10 $ Parkgebühr fällig. Nicht mit uns! Irgendwann geht es dann auf die 101 um ein paar Meilen gut zu machen. Das Auto meldet, dass ein Ölwechsel vorgenommen werden soll. Ist aber wohl nur eine Serviceleuchte, wir werden das für die letzten drei Tage ignorieren!

Solvang

Unser nächster Stopp heißt Solvang. Hier wurde versucht ein dänisches Dorf nachzubauen. Auch wenn die Geschäfte etwas von Heidelberg und Edelweiß erzählen, sieht es doch ganz gut aus. Durch die milden Temperaturen an der Küste kommt man sich manchmal sogar vor wie an der Nordsee. Den Amerikanern scheint es hier zumindest zu gefallen. Unsere Fahrt geht weiter, wir halten allerdings bis San Luis Obispo nicht mehr an.

San Luis Obispo Farmers Market

Nach dem Einchecken fahren wir in die Stadt, wo der Farmers Market stattfindet. Hier bieten die Lokalen Bauern ihre Erzeugnisse an, es gibt aber auch noch Stände von allen möglichen Organisationen, reichlich BBQ und anderes Essen und Live Bands. Der Markt ist jeden Donnerstag und anscheinend ein wahrer Publikumsmagnet, es ist richtig voll! Zwischendurch schauen wir uns auch ein bißchen die Stadt an, die wirklich sehr schön ist. Hier könnte man auch wohnen… Um neun ist auf dem Markt Schluss und wir brechen langsam Richtung Hotel auf.

In den Moloch…

In den Moloch…

Die Stadt hat wohl was gegen uns. Als wir heute in das Auto einsteigen, blinkt eine Warnleuchte. Nach kurzer Recherche finden wir heraus, dass der Reifendruck zu niedrig ist. Der hintere, linke Reifen hat nicht mehr sehr viel Luft. An der nächsten Tankstelle versuchen wir das Problem zu beheben. Das Ventil lässt sich aber nicht öffnen und außerdem wissen wir auch nicht, ob der Reifen nur Luft verloren hat oder ob er kaputt ist. Nachdem wir nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt wohnen, fahren wir gleich zu Alamo. Die tauschen sofort das ganze Auto aus, wir überlegen kurz welchen Wagen wir nehmen wollen. Nehmen dann aber das gleiche Modell in Silber, somit muss man sich wenigstens nicht umgewöhnen. Außerdem ist LA vielleicht nicht der allerbeste Ort um sich an ein Auto zu gewöhnen… Mit einer Stunde Verzögerung brechen wir in Richtung Hollywood auf.

Warner Brothers Studios

Zuerst fahren wir den Sunset Boulevard entlang und kommen bald nach Beverly Hills und schließlich nach Hollywood. Wir parken im Hollywood Highland Center. Vier Stunden für zwei Dollar, das kostet zu Hause mehr! Zuerst erkunden wir ein wenig den Walk of Fame, danach geht es zum Chinese Theater. Hier suchen wir nach den Handabdrücken der Stars die wir kennen. Inzwischen ist es Mittag und wir stärken uns bei einer Pizza. Das automatische Softdrink- Nachfüllen gefällt uns immer besser!
Im Anschluss fahren wir zu den Warner Brothers Studios. Hier machen wir die VIP Studio Tour.

Jumbo Mart aus Emergency Room

Mit einem Golf Mobil fahren wir durch die echten Sets und unser Guide erzählt uns, welche Filme hier gedreht wurden. Unglaublich, dass man nicht merkt, dass bei den meisten Filmen die gleichen Sets verwendet wurden.Wir kommen am ehemaligen Emergency Room Set vorbei, laufen über den Town Square von den Gilmore Girls und sehen die Straßenzüge von New York und LA. In unserem Golfwagen sitzen Hardcore Gilmore Girls Fans und die freuen sich natürlich besonders!

Gilmore Girls House

Danach besichtigen wir das Set von Two and a half Men. Leider wird gerade nicht gedreht und deswegen ist es etwas leer! Fotos dürfen wir hier aber eh nicht machen. Schade! Im Anschluss besichtigen wir das Museum mit Filmrequisiten und ein paar berühmten Fahrzeugen.

Central Perk

Nach dem Ende der Tour fahren wir in Richtung Mullholland Drive, welchen wir dann ein ganzes Stück befahren. Von dort genießen wir den Ausblick über die Stadt und bestaunen die eine oder andere Villa in den Hollywood Hills.

Los Angeles

Wir kämpfen uns durch den Verkehr und kommen gut am Hotel an. Morgen geht es Richtung San Luis Obispo, zuerst aber noch mal an die Strände von Venice und Santa Monica!

Get Your Kicks on the Route 66

Get Your Kicks on the Route 66

Früh klingelt der Wecker, ein langer Tag steht bevor. Zuerst erkämpfen wir uns einen Platz beim Frühstück. Die Auswahl haut uns nicht so um und die Atmosphäre ist nicht gerade toll, alles total überfüllt!
Also gleich zum Auto und ab nach LA. Erster Stopp ist Williams, hier tanken wir und putzen ein wenig unser Auto. Danach fahren wir unzählige Meilen bis wir irgendwann in Seligman ankommen, hier verlassen wir die Schnellstraße und fahren für die nächsten 80 Meilen auf der Route 66. Seligman selbst stimmt uns schon auf die Route 66 ein und wär vielleicht sogar einen Stopp wert gewesen, wenn wir nicht noch so viel Strecke vor uns hätten. Auf der Strecke ist es dann recht leer, ab und zu trifft man Touristen im Mietwagen. Wir sehen kein einziges Motorrad!

Hackberry General Store Vorderseite

In Hackberry legen wir dann aber doch einen Stopp ein, denn hier steht der berühmte General Store. Hier kommt man sich vor wie in den 50er Jahren, die rote Corvette vor dem Laden möchte man am liebsten gleich mal austesten.

Hackberry General Store Corvette

Im Laden geht es dann ähnlich weiter. Zahlreiche Besucher haben Andenken hinterlassen, eine kleine Ausstellung zeigt Erinnerungen an die Route 66 und man kann alle möglichen Dinge kaufen, die Bezug zur Route 66 haben.

Hippies use Side Door

Wir brechen wieder auf, nachdem wir uns ein bißchen Verpflegung gekauft haben. Obwohl noch am Morgen ist es schon wieder ordentlich warm. Das Thermometer zeigt 37 Grad Celsius an!

Hackberry General Store

Von hier fahren wir sehr weit ohne Pause bis wir schließlich in Ludlow einen Tankstopp einlegen und uns auch noch Verpflegen. Auf der Karte hat es hier ja nach Ortschaft ausgesehen. In der Realität gibt es einen Bahnhof, zwei Tankstellen, ein Cafe und einen Burgerladen. Viele halten aber trotzdem hier, nachdem sie vorher endlos durch die Wüste gefahren sind!
Auf der weiteren Strecke überholt uns eine Mietwagenkolonne mit insgesamt vier gleichen, weißen Minivans. Sieht echt lustig aus!

Route 66 Hackberry

Wir erreichen den Großraum LA und der Verkehr wird schlagartig um ein Vielfaches stärker. Unser Hotel finden wir trotzdem relativ problemlos. Wir erkennen es sogar durch den Smog!
Im Hotel gibt es dann aber schon Probleme. Unsere Buchung ist angeblich nicht im System und das Hotel ist am nächsten Tag ausgebucht und kann uns nur eine Nacht beherbergen. Beim Versuch das Auto zu parken stelle ich fest, dass der Parkautomat kaputt ist. Also nochmal zur Rezeption und eine Parkkarte geholt! Im Zimmer rufen wir erst mal beim Reiseveranstalter an und beschweren uns. Die Antwort ist dann, dass wir am nächsten Morgen zwischen neun und zehn erfahren wo wir in schlafen werden. Ganz toll! Im Internet sehen wir, dass wir unser Hotel für den nächsten Tag noch buchen können. Ich gehe zur Rezeption und spreche die Managerin darauf an. Sie meint, das Hotel werde meistens überbucht und dann würden die Leute in ein anderes Hotel umgebucht. Ich bohre nach und frage ob wir nicht gleich umziehen könnten, weil wir am nächsten Tag keine Lust darauf hätten. Das geht leider nicht. Um neun Uhr abends klingelt unser Telefon und wir erfahren, dass jetzt doch ein Zimmer für uns frei wäre! Unsere Vermutung ist nun, dass das Hotel uns verarschen wollte weil wir die billige Reiseveranstalterbuchung hatten. Egal Hauptsache wir haben ein Dach über dem Kopf! Morgen werden wir dann LA unsicher machen!