Gestern Abend hatten wir gesehen, dass hier einige Bear Watching Tours angeboten werden und uns etwas schlau gemacht, wo denn eigentlich Bären zu finden sind. Es stellte sich heraus, dass auf der Strecke von Whistler zum Olympic Park wohl fast immer Bären zu finden wären weil sie das Gras am Fahrbanrand anscheinend besonders mögen. Wir beschlossen also möglichst früh aufzustehen und dann sofort dorthin zu fahren.

Black Bear Whistler

Unser Wecker klingelte dann auch recht früh und sehr schnell waren wir unterwegs zu den Bären. Kurz nach dem wir auf die Strecke abgebogen waren bekamen wir auch gleich den ersten Bären zu Gesicht. Vor uns wartete auch bereits ein Jeep mit Passagieren einer geführten Tour. Wir schauten dem Schwarzbär eine ganze Weile zu, beschlossen dann aber erstmal weiter zu fahren und zu schauen, ob noch irgendwo weitere Bären zu finden wären.

Alexander Falls Whistler

Leider hatten wir aber kein wirkliches Glück, die Bären waren im hohen Gras aber auch nicht immer leicht zu entdecken. Wir stoppten dann an den Alexander Falls, die den Ausflug auch ohne Bärensichtung wert gewesen wären. Hier machten wir kurz Pause und irgendwann trudelte auch der Jeep der Bärentour ein.

Olympic Park Whistler

Eigentlich hätten wir nun gerne den Whistler Olympic Park angeschaut, dieser öffnet aber erst wieder später im jahr und hat im September so eine Art Sommerpause. Wir wussten das allerdings schon zuvor und drehten wieder um in Richtung Whistler. Natürlich hielten wir auch auf dem Rückweg fleissig Ausschau nach Bären und hatten sogar nochmal kurz Glück.

Purebread Whistler

Zurück am Hotel liefen wir die paar Meter in den Ort und kauften uns bei Purebread ein paar leckere süße Teilchen. Die Auswahl war riesengroß und alles sah fantastisch aus. Nachdem es bereits schön warm und sonnig war, machten wir es uns an der Olympic Plaza gemütlich und frühstückten in aller Ruhe.

Whistler Olympic Rings

Nachdem wir unser leckeres Früshtück gegessen hatten machten wir noch einen Spaziergang durch Whistler. Der Ort ist zwar komplett auf Touristen ausgelegt, uns gefällt es aber trotzdem wirklich gut hier. Die Umgebung hätte auch noch Programm für ein paar Tage geboten aber irgendwann kommen wir bestimmt wieder.

Morning in Whistler

Wir checkten nun im Hotel aus und fuhren wieder zurück in Richtung Vancouver. Irgendwie wollten wir unser Glück nochmal versuchen und schauen ob wir noch weitere Bären treffen würden. An der selben Stelle wie zuvor hatten wir wieder Glück und konnten nochmal einen Bären (vielleicht war es ja der selbe) sehen.

Black Bear Olympic Park Whistler

Nun wollten wir aber wirklich weiter und unser nächstes Ziel war gar nicht so weit entfernt. Die Brandywine Falls liegen direkt am Highway, nur eine kleiner Spaziergang muss bis zur Aussichtsplattform zurückgelegt werden.

Brandywine Falls

Die Brandywine Falls sind ein eigener Park und der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Wassefälle sind nicht gerade klein und schon beeindruckend.  Leider waren wir nicht die einzigen Besucher aber trotzdem hielt sich der Ansturm in Grenzen.

Daisy Lake Brandywine Falls

Kurz nach den Wasserfällen hat man auch gleich noch einen schönen Blick auf den nahen Daisy Lake. Gerne wären wir hier gleich gewandert aber unser Planung für den Tag sah noch etwas Strecke für uns vor.

Sea to Sky Highway

Bevor wir unser nächstes Ziel erreichten genossen wir nochmal den Ausblick am Rand der Straße und hielten immer wieder mal zu kleinen Fotostopps an. Den letzten richtigen Stopp legten wir dann am Lynn Canyon ein. Der Canyon ist ein beliebtes Erholungsgebiet im Norden von Vancouver und hat eine kleine Hängebrücke. Wir hatten keine Lust auf die Massen an der Capilano Bridge und hatten den Lynn Canyon im Netz als Alternative gefunden.

Lynn Canyon Suspension Bridge

Am Lynn Canyon war dann mehr los als gedacht, insgesmat verliefen sich die Leute aber ganz gut. Der Canyon selbst bietet eine recht tiefe Schlucht, sowie zahlreiche Stufen und natürlich Rutschen. Viele Einheimische nutzen das dazu um im Canyon zu baden und die Rutschen und Sprünge als Abenteuer zu erleben. Problematisch sind hierbei aber die Strömungen, Wassertemperaturen und die Steine. Jedes JAhr sterben Menschen aus Leichtsinn im Canyon.

Lynn Canyon Waterfall

Das Wasser des Canyon kommt vom Lynn River, der unterhalb des Lynn Mountains entspringt. Die ganze Gegend ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen, aus unserer Sicht lohnt sich der Besuch aber nur bedingt. Man muss schon relativ weite Strecken laufen um immer wieder mal ein paar Dinge zu sehen.

Lynn Canyon Danger Sign

An vielen Stellen stehen Tafeln, die das Risiko ausweisen wenn man hier ins Wasser springt. Wir liefen noch bis zum Ende des Canyon, wo man grundsätzlich unproblemtisch baden könnte.

Lynn Canyon

Wir machten uns zurück auf den Weg zum Auto und fuhren in Richtung Grenze. In Vancouver herrschte wieder das absolute Verkehrschaos. Unser Navi fuhr ebenfalls seltsame Strecken, die sich dann im Nachhinein aber als gar nicht so verkehrt herausstellten. Wir brauchten durch Vancouver fast länger als von Whistler nach Vancouver. An der Grenze brauchten wir dann auch nochmal gute zwanzig Minuten bis wir wieder in den USA waren.

Boeing Everett

Wir fuhren die Strecke bis nach Everett nahezu durch und stoppten nur einmal kurz bei Starbucks. Unser Hotel lag direkt am Boeing Werk und von unserem Zimmer hatten wir einen schönen Ausblick auf zahlreiche Maschinen. Abendessen gab es dann nochmal bei Applebees und dann war auch schon kofferpacken angesagt. Morgen geht bereits der Flieger nach Deutschland.