Nach einem kurzen Frühstück im Hotel ging es zur Astoria Column. Es handelt sich dabei um eine Säule, auf der die Geschichte Oregons dargestellt ist. Sie thront auf einem Hügel über der Stadt und man kann über eine Wendeltreppe sogar zu einer kleinen Aussichtsplattform hochsteigen.

Blick auf Astoria

Natürlich machten wir das und wurden mit einem tollen Ausblick auf die Stadt und den Columbia River belohnt. Leider war es noch etwas grau, aber das gehört im Nordwesten ja irgendwie auch dazu.

Indianisches Kanu Astoria

Am Fuß der Säule findet sich noch etwas Kunst, wie z.B. die Skulptur mit dem indianischen Kanu. Ungefähr im Bildhintergrund kamen übrigens Lewis & Clark nach ihrer Durchquerung des Kontinents an.

Cape Disappointment

Nachdem wir den Columbia River überquert hatten, erreichten wir wieder den Staat Washington und waren schon fast am nächsten Ziel, dem Cape Disappointment. Benannt wurde es übrigens auch von Lewis & Clark, die die Gegend erkundeten und hier den Winter verbrachten. Es war sehr windig und der Atlantik ziemlich rau.

Leuchtturm Cape Dissapointment

Das Cape Disappointment ragt auf der Washington Seite in den Columbia River. Hier findet dieser sein Ende im Pazifik und viele Schiffe fanden aufgrund von Untiefen, Sturm und Strömung ebenfalls ihr Ende an dieser Stelle. Deswegen baute man gleich mehrere Leuchttürme.

Cape Disappointment Lighthouse

Wir liefen bis zum Cape Disappointment Lighthouse, welches genau an der Einmündung steht. Hier genossen wir den Ausblick und ein Mitarbeiter der Küstenwache erzählte uns, dass erst gestern eine junge Frau von der Strömung abgetrieben wurde und seitdem vermisst wird.

Wir fuhren weiter in Richtung Olympic Halbinsel und stoppten zu einem Kaffee in Aberdeen, dem Geburtsort von Kurt Cobain, das früher wohl ein ziemlich rauer Seefahrer Verschlag gewesen sein muss. Besonders schön ist es heute allerdings auch nicht.

Ruby Beach

Nach etwas längerer und relativ öder Fahrt kamen wir im Olympic Nationalpark an und stoppten am Ruby Beach. Das Wetter hatte sich inzwischen nochmal deutlich verbessert und wir machten uns gleich auf den Weg zum Strand.

Ruby Beach Baumstämme

Es hatte hier im Laufe der Zeit sehr viele Baumstämme angeschwemmt, außerdem bestand der Strand aus großen Kieseln. Uns gefiel das sehr gut, hier konnte man den rauen Nordwesten wirklich spüren.

Ruby Beach Cairns

Wir liefen etwas umher, genossen das schöne Wetter und erfreuten uns am Strand. Mit uns waren noch einige andere Leute unterwegs, aber es verlief sich trotzdem ganz gut. Für uns war der Ruby Beach auf jeden Fall einer der schönsten im Nordwesten.

Hoh Rainforest Moos

Etwas weiter nördlich hielten wir am Parkplatz des Hoh Rainforests und liefen den Hall of Mosses und den Spruce Nature Trail. Beide Trails sind nicht besonders lang, sondern eher kleine Spaziergänge.

Olympic NP - Hoh Rainforest

So richtig überspringen wollte der Funke bei diesen Trails allerdings nicht, wir hatten uns irgendwie noch etwas mehr Regenwald-Feeling erwartet. Trotzdem liefen schauten wir uns aber natürlich alles genau an.

Hoh Rainforest Baum

Das feuchte Klima sorgt dafür, dass hier eigentlich kein Ast vom Moos verschont bleibt. Wir ließen uns Zeit zum fotografieren, waren aber trotzdem bald am Ende des ersten, sehr kurzen Trails.

Hoh River - Olympic NP

Auf dem zweiten Trails kamen wir auch am Hoh River vorbei, an dem man theoretisch ins Hinterland hätte wandern können. 17 Meilen einfache Strecke waren uns dann aber doch zu lang. Es ging also wieder zurück in den Regenwald, der hier doch verwunschen wirkte und uns etwas versöhnte.

Hoh Rainforest

Zurück am Auto machten wir uns auf den Weg nach Forks. Nachdem wir schon etwas Hunger hatten, checkten wir schnell im Hotel ein und suchten uns dann ein Restaurant für das Abendessen. Unser Hotel, das Pacific Inn, war leider schon etwas älter und auf Grund der Twillight Days komplett ausgebucht. Ganz Forks lebt ja auch von Twillight und dementsprechend ist vieles auf Vampire und Werwölfe abgestimmt.

Rialto Beach Abends

Wir aßen sehr leckere Fish & Chips und Fish Tacos bei Puffin on 101. Sehr üppig durch das frittieren, aber extrem lecker (leider ist das Restaurant aktuell wegen Problemen mit dem Vermieter geschlossen).
Die Sonne stand nach dem Essen schon recht tief und wir wollten eigentlich noch den Sonnenuntergang am Rialto Beach erleben.

Rialto Beach

Mit leicht erhöhter Geschwindigkeit kamen wir noch rechtzeitig an und konnten den restlichen Sonnenuntergang genießen. Mit uns war zwar auch eine Busgruppe Twillight Fans am Strand, die gingen aber dann zum Glück in eine andere Richtung weiter.

Rialto Beach Sunset

Wir blieben sitzen bis die Sonne am Horizont verschwunden war und fuhren anschließend zurück ins Hotel (wir trafen übrigens weder Vampire noch Werwölfe auf dem Heimweg). Dort schauten wir dann den NFL Season Opener der Broncos gegen die Panthers und ärgerten uns etwas über unsere lauten Nachbarn.

Am nächsten Tag wartete dann Kanada auf uns.