Für uns ging es heute früh los. Wir hatten dafür mehrere Gründe, zum einen war unser Tagesplan recht voll, zum anderen war aber auch das Hotel komplett überfüllt und sehr laut. Nachdem wir uns durch den überfüllten Frühstücksraum gekämpft hatten, ging es in den Lassen NP. Die Fahrt dorthin dauerte knapp eine Stunde.

Kathrin & Simon auf dem Lassen Peak

Zunächst besuchten wir kurz das Visitor Center und holten uns ein paar Infos, danach ging es zum Parkplatz vom Bumpass Hell Trailhead. Bereits im Visitor Center war es ganz gut voll, am Trailhead dann natürlich ebenfalls. Trotzdem fanden wir noch einfach einen Parkplatz und liefen los.

Bumpass Hell Trail

Zunächst konnten wir tolle Panoramen auf die Berge in der Umgebung genießen, doch recht schnell veränderte sich die Luft, es roch nach Schwefel und wir konnten Dampf aufsteigen sehen. Bumpass Hell ist ein geothermisches Gebiet, ein bisschen wie der Yellowstone in ganz klein.

Bumpass Hell River

Wir waren früh genug dran, dass es noch nicht komplett überlaufen war. Für viele Touristen war das hier allerdings schon der anstrengendste Hike ihres Lebens, zumindest wirkte es für uns so. Ein schwefeliger Bach musste als erstes überquert werden, bevor wir mitten im Quellgebiet standen.

Bumpass Hell

Seinen Namen hat Bumpass Hell von einem gewissen Kendall Vanhook Bumpass, der sich als Bergarbeiter und Guide öfters in der Gegend befand. Leider brach er durch die dünne Gesteinsschicht und verbrannte sich im heißen Wasser so sehr, dass sein Bein amputiert werden musste. Zu seinem Andenken heißt das Gebiet nun Bumpass Hell und kann sicher über Holzplanken besichtigt werden.

Boiling Pools - Bumpass Hell

Es gibt hier zahlreiche heiße Pools in den buntesten Farben, ebenso gibt es ein paar blubbernde Matschbecken. Uns gefiel das alles natürlich sehr gut und wir bekamen gleich wieder Lust auf einen Besuch des Yellowstone NP.

Bumpass Hell Boardwalk

Irgendwann machten wir uns natürlich auf den Rückweg und nach insgesamt ca. einer Stunde und fünfzehn Minuten waren wir auch schon wieder am Auto. Am Parkplatz war inzwischen die Hölle los, der Labor Day hatte gnadenlos zugeschlagen.

Panorama from Lassen Peak

Wir nahmen uns nun vor, auf den Lassen Peak zu wandern. Der Trailhead war nicht wirklich weit entfernt, nur das Parken gestaltete sich relativ schwierig. Wir bekamen dann aber doch noch einen guten Platz und machten uns auf den Weg.

Lassen Peak Trail

Der Trail stieg stetig an und es gab eigentlich kein einziges flaches Stück. Mit uns wanderten viel andere auf den Gipfel. Wir überholten die meisten und wurden selbst nur einmal überholt, das war schon mal ein gutes Zeichen.

Lassen Peak Snow

Nach einiger Zeit kam der Gipfel immer näher und wir konnten uns schon mal auf den Ausblick freuen. Hier oben war es ordentlich kalt und es wehte ein starker Wind. Wir tippen, dass es hier oben maximal noch 5 Grad hatte (die unzähligen Labor Day Hiker in kurzer Hose & T-Shirt würden hier sicher keinen Spaß haben und sahen teilweise auch sehr unglücklich aus der Wäsche).

On Top of Lassen Peak

Vor dem Gipfel musste man dann noch über ein Schneefeld stapfen und anschließend über Geröll auf den Gipfel steigen. Das haben wir natürlich gemacht und oben dann den schönen Rundumblick genossen.

Lassen Peak Crater

Da wir uns hier auf einem Vulkan befinden, gibt es natürlich auch einen kleinen Krater. Diesen bewunderten wir auch ein wenig. In der Ferne konnten wir sogar Mt Shasta erkennen, durch die Waldbrände war die Fernsicht aber nicht so überragend.

Kathrin & Simon auf dem Lassen Peak

Nach einer Pause und einem Beweisfoto machten wir uns wieder an den Abstieg. Runter ging es natürlich schneller als rauf und so kamen wir nach ca. drei Stunden und fünfzehn Minuten wieder am Auto an. Der Nationalpark gibt den Hike mit 4 – 6 Stunden an, so schlecht haben wir uns gar nicht geschlagen.

Lassen Peak Trail Parkplatz

Am Parkplatz war es immer noch voll, aber einige hatten auch schon die Heimreise angetreten. Wir packten alles zusammen und fuhren zum Summit Lake. Dort machten wir ein kleines Picknick und fuhren gleich weiter, um den Nature Trail in der Devastaded Area zu laufen. Ein sehr kurzer Trail, der trotzdem ganz interessant war.

Devastaded Area - Lassen NP

Man konnte z.B. diesen Stein bestaunen, der beim letzten Ausbruch des Lassen Peak vor knapp hundert Jahren bis hier her geschleudert wurde. Der Lassen Peak ist übrigens der größte Lavadom Vulkan der Welt und eigentlich nur der Rest des Kraterrands eines anderen größeren Vulkans.

Manzanita Lake - Lassen Peak

Unser letztes Ziel war der Manzanita Lake, der uns mit einem unglaublichen Panorama belohnte. Der kurze Trail um den See dauert ca. 45 Minuten und lohnt sich sehr.
Zurück im Hotel brauchten wir erst mal ein ordentliches Abendessen und wurden beim Mexikaner gegenüber fündig. Das Essen war wirklich hervorragend und es war deutlich angenehmer als gestern bei Applebee’s. Am nächsten Tag sollte es für uns dann an die Küste zu den Redwoods gehen.