Heute stand nur der Crater Lake NP auf dem Programm. Da wir diesen aber nur als Zwischenstopp anschauen wollten und  nicht bis in den Abend dort bleiben konnten, machten wir uns früh auf den Weg. Etwas wehmütig verließen wir Bend, dass uns schon ans Herz gewachsen war.

Wizard Island in Fog - Crater Lake NP

Die Fahrt zum Crater Lake NP war nicht allzu spektakulär, ging es doch die meiste Zeit geradeaus durch den Wald. Am Nationalpark angekommen war plötzlich relativ viel los, außerdem gab es im ganzen Park Baustellen, die ein zügiges Vorankommen erstmal nicht möglich machten. Nachdem wir knapp 30 Minuten warten mussten, bevor wir wieder losfahren durften, kamen wir endlich am Visitor Center an. Der Blick in den Krater war sehr ernüchternd. Durch die Waldbrände in der Umgebung hatte sich eine ordentliche Menge Rauch im Krater gesammelt. Es roch nicht nur verbrannt, sondern die Sicht war auch extrem eingeschränkt.

Mt Scott - Crater Lake NP

Wir überlegten, was wir nun am besten machen sollten und entschlossen uns, auf den Mt Scott zu wandern. Es handelt sich dabei um die höchste Erhebung im Park und ist im Grunde ein Teil eines anderen Kraterrandes. Die Temperatur war inzwischen auf knapp zwei Grad Celsius gefallen, was auch nicht gerade half.

Mt Scott Trail - Crater Lake NP

Aber egal, wir machten das beste daraus und starteten den Hike. Mit uns liefen noch zwei andere Wanderer los, sonst war aber nicht wirklich viel los hier. Stetig arbeitete sich der Weg nach oben und bot zumindest nette Ausblicke. Auch Schnee konnten wir hier noch finden.

Fire Lookout - Mt Scott

Als wir fast oben waren öffnete sich der Blick und die letzten Meter legten wir auf dem Kamm zurück. Hier wehte ein ordentlicher Wind und es war noch mal frischer als am Anfang der Wanderung. Landschaftlich war aber es aber trotzdem schön und der Aufstieg hatte sich definitiv gelohnt.

Crater Lake View - Mt Scott

In der Ferne lag der Crater Lake und wir hatten einen super Ausblick. Leider aber eben alles immer noch etwas verraucht. Hier oben war aber zumindest die Luft gut.

Mt Scott - Panorama

Auf dem Rückweg wurden wir dann noch mit einem absoluten Traumblick belohnt. Insgesamt waren wir nicht ganz zwei Stunden unterwegs und auch bei guten Wetter würde ich diesen Hike weiterempfehlen.

Cloudcap Overlook - Crater Lake NP

Zum nächsten View Point brachte uns dann wieder unser Auto. Am Cloudcap Overlook waren wir schon bedeutend näher am Crater Lake dran. Hier war es wieder sehr windig, aber trotzdem lohnte es sich etwas umherzulaufen und den riesigen See zu betrachten. Der Crater Lake speist sich übrigens nicht aus einer Quelle, sondern nur aus Regenwasser, dass in den Krater fällt. Natürlich brauchte es ein paar tausend Jahre, bis der See so voll war wie jetzt.

Phantom Ship - Crater Lake NP

Auf dem See darf außer einem Schiff der Parkverwaltung niemand fahren, allerdings gibt es noch eine Gesteinsformation namens Phantom Ship. Hierbei handelt es sich um einen Steinhaufen im Krater, der vom Wasser noch nicht eingenommen wurde.

Crater Lake Wildlife

Wir besuchten nun noch das Visitor Center, um uns etwas aufzuwärmen. Wir konnten die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgeben und versuchten unser Glück nochmal mit einem Blick auf den See. Zu unser Überraschung klarte es auf der fünf minütigen Fahrt komplett auf und wir bekamen doch noch einen super Ausblick geboten.

Sunny Wizard Island - Crater Lake NP

Jetzt gefiel es uns hier gleich bedeutend besser, die warmen Sonnenstrahlen taten ihr übriges dazu. Wir beobachteten ein paar Chipmunks und schauten in den Krater. Natürlich wollten wir auch ein Foto von uns machen, hierbei halfen uns zwei Deutsche Mädels.

Kathrin & Simon - Crater Lake NP

Nicht nur wir genossen den Ausblick auf den See, sondern auch die zahlreichen Chipmunks.

Chipmunk - Crater Lake NP

Uns freute es sehr, dass wir nochmal zum Crater Lake hochgefahren waren und mit dem super Wetter und Ausblick belohnt wurden. Ein letzter Blick und wir machten uns auf den Weg in Richtung Medford.

Discovery Point - Crater Lake

Die Fahrt dorthin war wenig spektakulär. In Medford angekommen waren wir dann gleich etwas überrascht, es hatte nämlich ca. 35 Grad und war richtig heiß. Zwar waren wir noch nicht in Kalifornien, aber deutlich niedriger. Uns störte das natürlich nicht. Abendessen gab es in einem eher ranzigen Olive Garden. Am nächsten Tag sollte es dann in Richtung Lassen NP gehen.