Unser Tag begann wieder relativ früh. Da wir keine Lust hatten uns selbst Frühstück zu machen, suchten wir uns über Tripadvisor und Yelp eine gute Breakfast Location. Es sollte das Victorian Cafe werden, das zum Glück nur fünf Minuten zu Fuß entfernt lag. Wer in Bend übernachtet sollte unbedingt hierher kommen, das Essen war nämlich fantastisch.

Lava Butte - Newberry Volcanic Monument

Unser nächstes Ziel war der Lava Butte im Newberry National Volcanic Monument. Der Vulkankegel liegt nur ein paar Minuten außerhalb von Bend und war natürlich schnell erreicht. Zunächst schauten wir uns kurz im Lava Lands Visitor Center um und machten uns dann auf den Weg zum Gipfel. Wir hätten auch mit dem Bus fahren können, wollten aber zum einen nichts dafür zahlen und zum anderen freuten wir uns auf die Bewegung.

Lava Lands - Newberry Volcanic Monument

Der Hike nach oben war nicht ganz so spektakulär, aber am Gipfel wurden wir dann für unsere Mühen entlohnt. Wir hatten einen super Ausblick über das riesige Lavafeld, das sich über die Wälder ergossen hatte. Die komplette Cascade Range besteht ja aus Vulkanen, aber in der Gegend um Bend wird es noch mal sehr deutlich.

Fire Lookout - Lava Butte

Auf dem Lava Butte gibt es auch noch einen Feuerturm, von dem aus nach Waldbränden Ausschau gehalten wird. Hier oben gefiel es uns recht gut und wir wanderten einmal um den Kegel herum. Der Abstieg fiel dann sehr leicht, denn wir durften gratis den Bus nach unten nehmen und sparten uns so ein paar Minuten.

Obsidian Rocks - Newberry Volcanic Moument

Als nächstes fuhren wir in das Gebiet um den Paulina Lake und erwanderten den Big Obsidian Flow. Das war wirklich sehr interessant, da der ganze Berg eigentlich ein Lava Strom ist. Das Besondere daran ist aber nicht unbedingt die riesige Lavazunge, sondern die Zusammensetzung der Steine. Man läuft nämlich zum Großteil über Obsidian, was im Grunde Lava ist, die zu Glas erstarrte. Sehr beeindruckend war es auf jeden Fall.

Kathrin & Simon - Newberry Volcanic Monument

Eine nette Familie machte noch ein Foto von uns, als wir am höchsten Punkt des Trails angekommen waren. Teilweise lagen Glasbrocken in der Größe eines Kleinwagens neben dem Weg.

Glass Rock - Neberry Volcanic Monument

An manchen Steinen hatte sich normales Gestein und Obsidian gemischt, was ebenfalls super aussah. Obsidiane gibt es nur an wenigen Stellen auf der Erde und sind deswegen natürlich etwas besonderes.

Little Crater - Newberry Volcanic Monument

Nicht weit vom Big Obsidian Flow entfernt liegt der Little Crater, auf den wir sogleich hoch wanderten. Die Wanderung war nur mittelmäßig spektakulär und ich bin mir nicht sicher, ob man sie unbedingt machen muss. Was allerdings schön war, waren die Ausblicke auf den Paulina Lake und den Big Obsidian Flow.

Big Obsidian Flow

Leider hatten wir soviel Gegenlicht, dass die Bilder nicht so wirklich schön aussahen. Was man allerdings gut erkennen kann, sind die Dimensionen. Der Trail ist nur rechts unten auszumachen, der Großteil des Lavastroms ist nicht begehbar.

Paulina Falls - Newberry Volcanic Monument

Zuletzt ging es noch zu den Paulina Falls, die ebenfalls sehr sehenswert sind. Wir wanderten auch etwas zur Basis der Fälle und genossen die Ausblicke und den Schatten. Das Newberry National Volcanic Monument können wir auf jeden Fall nur empfehlen. Nicht zu voll und sehr schöne Natur.

Old Mill District Bend

Nun wollten wir eine kleine Pause in Bend einlegen und fuhren direkt zum Old Mill District. Das war zunächst aber auf Grund der unsinnigen Straßenführung gar nicht so einfach. Irgendwann schafften wir es aber doch und konnten dann ein wenig umherbummeln. Früher waren hier große Sägewerke beheimatet, inzwischen ist es ein großer Vergnügungsbereich mit Hotels, Shops und Restaurants. Uns gefiel es ganz gut und wir nutzen die Zeit für eine Kaffeepause. Im REI stöberte ich etwas, konnte aber nicht das richtige finden.

Tumalo Falls

Zum Abschluss des Tages ging es nochmal raus aus Bend zu den Tumalo Falls. Hierher kommt man über eine kurze Dirt Road, die aber recht gut in Schuss ist. Die Tumalo Falls gefielen uns sehr gut und wir wanderten erst zum Aussichtspunkt und anschließend suchten wir uns einen Weg zum Fluss.

Tumalo Falls Hike

Von den Tumalo Falls gehen auch ein paar andere Trails ins Backcountry los, beim nächsten mal werden wir hier sicherlich länger bleiben und mehr entdecken.

Tumalo Falls Bend

Zurück in Bend überlegten wir uns, wo wir zu Abend essen wollten. In Bend gibt es unzählige Brauereien und deswegen ging es für uns heute in die Deschutes Brewery. Das Essen war besser als gedacht und das Bier laut Kathrin recht lecker. Müde vom langen Tag ging es zurück zum Airbnb, was uns für zwei Tage eine tolle Unterkunft bot.