Das erste mal wachten wir gegen ein Uhr Nachts auf, bis 5:30 Uhr konnten wir es dann immerhin noch im Bett aushalten, bevor wir uns für den Tag fertig machten.
Zunächst ging es dann mit dem Auto aus Seattle heraus in Richtung Süden. Der Verkehr war um diese Zeit noch recht angenehm und Stau gab es eh nur in Richtung Seattle. Gegen 8.00 Uhr waren wir dann in Puyallup und mussten von der Autobahn auf den Highway. Ein guter Zeitpunkt, um im Target unsere Vorräte aufzufüllen. Leider hatte der Target aber noch geschlossen und wir mussten ca. 10 Minuten warten. Sowas ist uns in den USA auch noch nie passiert. Die Auswahl war eher mittelmäßig und führte dazu, dass wir nach ein paar Meilen auch noch den Walmart ansteuerten. Anschließend ging es aber direkt in den Nationalpark.

Driving Mount Rainier NP

Unser Ziel war das Paradise Visitor Center und bis dorthin war der Verkehr noch ganz ok. Allerdings merkte man schon, dass der Eintritt in den Nationalpark auf Grund des 100-jährigen Jubiläums des National Park Services heute gratis war. Wir parkten nicht direkt am Visitor Center, sondern am Parkplatz für die Wanderer, die länger als zwei Stunden bleiben möchten.

Mount Rainier Skyline Trail Start

Am Parkplatz war schon einiges los, aber selbst am Anfang des Trails verliefen sich die Leute ganz gut. Unser Ziel war der Panorama Point, den man über den Skyline Trail erreicht.

Mt-Rainier-NP-Skyline-Trail-Meadow

Nach kurzer Zeit gab es bereits den ersten tollen Ausblick auf den Mt Rainier und die dazu gehörigen Gletscher. In der Ferne hörte man ein Rauschen. Woher das kam, fanden wir dann nach ein paar weiteren Metern heraus.

Mount Rainier Glacier Waterfall

Am Gletscher hatte sich ein großer Wasserfall gebildet, der nun eindrucksvoll Wasser in Richtung Tal rauschen ließ. Wir legten hier erstmal eine kurze Pause ein, genossen die Sonne und gönnten uns ein kleines Frühstück.

Mount Rainier NP Nisqually Glacier

Ein paar Minuten später konnte man den Gletscher nochmal in voller Größe bewundern. Einige Wanderer drehten hier schon wieder um, für uns ging es aber natürlich noch weiter.

Mt-Rainier-NP-Skyline-Trail-Climb

Es wurde jetzt etwas alpiner, allerdings immer noch technisch nicht sehr anspruchsvoll. Wir hatten allerdings trotzdem schon einige Höhenmeter hinter uns.

Mount Rainier NP Marmot

Neben der einheimischen Tierwelt trafen wir auch ein paar nette andere Wanderer. Darunter ein Paar aus Michigan und einen Deutschen, der mit seinem Bekannten aus Alaska unterwegs war. Wir hatten für die nächsten paar Kilometer also ein gutes Unterhaltungsprogramm.

Skyline Trail

Nach einiger Zeit erreichten wir dann den Panorama Point und unterhielten uns kurz mit einem Ranger. Er empfahl uns den längeren Weg als Abstieg, da er landschaftlich abwechslungsreicher sein sollte.

Mount Rainier NP Glaciers

Zunächst bekamen wir aber erstmal noch einen schönen Ausblick auf den Gipfel. Wir trafen auch ein paar Gipfelbesteiger, da hier der Abzweig in Richtung Camp Muir, dem Basislager, war.

Mount Rainier NP Glacier Creek

Der weitere Weg führte uns nun über blühende Bergwiesen in Richtung Visitor Center. Die Farbtöne der Pflanzen waren unglaublich intensiv und wir mussten immer wieder stoppen, um alles zu bewundern.

Mount Rainier

Nach und nach entfernten wir uns vom Gipfel und machten noch mal kurz an einem schönen Aussichtspunkt halt. Auf diesem Teil des Trails waren nur noch wenige Wanderer unterwegs, was uns sehr entgegen kam.

Mt-Rainier-NP-Skyline-Trail-Hike

Es ging nun in einem Nebental in Richtung Visitor Center. Als unser Blick auf den Parkplatz fiel, staunten wir nicht schlecht. Die Autos stauten sich inzwischen schon die komplette Zufahrt hinunter und es gab nirgends mehr freie Plätze.

Mount Rainier NP Deer

Bei uns war aber alles noch ruhig und wir trafen auch ein kleines Reh am Wegesrand. Unser erster Hike war nun fast vorbei. Bereits jetzt war uns klar, dass es sich hierbei um ein Highlight des Urlaubs handeln sollte.

Mount Rainier View

Wir blickten nochmal auf den Mt Rainier zurück und besuchten anschließend das komplett überlaufene Visitor Center. Der Skyline Trail lohnt sich auf jeden Fall. Er ist ca. 10 Kilometer lang, man steigt ca. 520 Meter auf und wir haben ungefähr 3 Stunden 40 Minuten dafür gebraucht.

Mount Rainier NP Narada Falls

Unser nächstes Ziel waren dann die Narada Falls. Ein kurzer Trail führt zum Aussichtspunkt. Wer hier vorbeikommt, sollte den Stopp auf jeden Fall machen.

Mt-Rainier-NP-Reflection-Lake

Nack kurzer Fahrt kamen wir an den Reflection Lakes an. Leider spiegelte sich hier heute nicht allzu viel. Trotzdem hat man aber natürlich einen tollen Blick auf den Mt Rainier.

Auf unserer Weiterfahrt  ging es dann durch den Stevens Canyon zurück nach Packwood. Wir stoppten noch kurz am Box Canyon, dieser war aber nicht wirklich fotogen.
Den Abend verbrachten wir dann in Packwood bei einem Italiener. Am nächsten Tag sollte es weiter gehen zum Mt St Helens.