Nachdem wir gestern bereits Bricktown erkundet hatten, sollte es heute nach Downtown Oklahoma City gehen. Zuerst frühstückten wir jedoch ausgiebig im Hilton Garden Inn und liefen dann entlang der Sheridan Ave in die Innenstadt. Nach ca. zwanzig Minuten kamen wir an unserem Ziel an, dem Oklahoma City National Memorial. 1995 hatte Timothy McVeigh das Federal Building in die Luft gesprengt, wodurch zahlreiche Menschen das Leben verloren.Oklahoma City National Memorial - Reflecting Pool
Ein eindrucksvolles Denkmal erinnert nun an der Stelle des Anschlags an die Opfer. Für jeden Toten wurde ein Stuhl aufgebaut. Insgesamt gibt es neun Stuhlreihen, die jeweils für ein Stockwerk des Gebäudes stehen. Je nachdem wo sich die Personen beim Anschlag aufgehalten haben, ist nun der Stuhl platziert.Oklahoma City National Memorial - Stühle
Wir liefen noch ein wenig um den Reflecting Pool und sahen uns das Memorial genauer an. Anscheinend gab es vor kurzem einen Benefizlauf für die Opfer, überall hingen noch Startnummern mit Bildern herum. Das sicher lohnenswerte Museum zum Attentat besuchten wir nicht, da wir heute ja noch bis nach Amarillo wollten und es einige Meilen zu überwinden galt.Oklahoma City National Memorial
Durch Downtown ging es zurück zum Hotel, wo wir unser Auto abholten und noch kurz zum Capitol fuhren. Im Capitol gibt es angeblich eine funktionierende Ölpumpe und allerlei Kunst, wir beschränkten uns aber auch hier auf den Blick von Außen.Oklahoma State Capitol
Nachdem wir das Capitol von Oklahoma bestaunt hatten, ging es auf die I-40 in Richtung Westen immer an der alten Route 66 entlang. In Clinton machten wir einen kurzen Stopp beim Route 66 Museum. Angeblich soll die Route 66 ja zwischen Oklahoma City und Amarillo besonders schön sein, wir merkten davon aber nicht zu viel, da es rechts und links nicht viel außer vertrockneten Farmland gab. Wer jemals „Die Früchte des Zorns“ von John Steinbeck gelesen hat, wird beim Durchfahren dieser Landschaft unweigerlich an Tom Joad und seine Familie denken müssen.Route 66 Museum Clinton, OK
Die Fahrt auf der I-40 ist nicht unbedingt spannend, auch wenn sie komplett auf der alten Route 66 verläuft. Ein paar tolle bzw. skurile Roadside Attractions gibt es aber doch. Warum sollte man nicht ein 40 Meter hohes Kreuz mitten in die Prärie stellen? Natürlich gibt es auch ein Visitor Center und es werden um das Kreuz herum nochmal einige Szene aus dem Kreuzgang Jesus dargestellt.
Cross of our Lord Jesus Christ Ministries
Irgendwann kamen wir dann in Amarillo an und checkten in unserem Hotel ein. Wir hielten uns nicht lange auf, sondern fuhren direkt weiter zum Palo Duro Canyon. Am Himmel zogen nun immer dunklere Wolken auf und wir kamen am Canyon dann auch bei Regen an.Blick in den Palo Duro Canyon
Der Palo Duro Canyon ist flächenmäßig der zweitgrößte Canyon der USA, allerdings lange nicht so tief wie viele andere Canyons oder gar der Grand Canyon.Palo Duro Canyon
Eigentlich wären wir gerne etwas gewandert, es regnete aber zu stark bzw. war im Anschluss der Boden zu matschig. Wir fuhren also nur etwas herum und machten uns dann wieder auf den Weg in Richtung Amarillo. Im Ort Canyon hatte es inzwischen angefangen noch stärker zu regnen, in Amarillo war es dann aber wieder halbwegs trocken.Big texan Steak Ranch
Nachdem wir ziemlichen Hunger hatten, entschieden wir uns für die Big Texan Steak Ranch. Auch ohne Hunger wären wir aber wahrscheinlich hier hergekommen, da es sich wahrscheinlich um die wichtigste Sehenswürdigkeit im Umreis von 100 Meilen handelt. Die Hauptattraktion ist ein 72 oz Steak, das inklusive aller Beilagen innerhalb einer Stunde verspeist werden muss. Schafft man dies, bekommt man Applaus, Ehre und muss nicht bezahlen.Big Texan Steak Ranch Dining Room
Bei der Steak-Challenge sitzt man auf einer Bühne und der Countdown läuft dabei im Hintergrund ab. Während unseres Besuchs versuchte sich gerade ein fülliger Amerikaner am Steak und schaffte es sogar wirklich in der vorgegebenen Zeit alles aufzuessen! Rocky Mountain Oysters
Wir bestellten natürlich auch Steak, wenn auch etwas kleiner als 72 oz. Als Vorspeise gab es Mountain Oysters – also frittierte Rinderhoden! Die Oysters waren wirklich lecker und wir haben es nicht bereut! In Colorado hatten wir vor drei Jahren versucht welche zu bekommen und nicht geschafft, in Texas hat es nun also geklappt!Regen in Amarillo
Nach dem Essen fuhren wir noch kurz zu Walmart, wo während unseres Einkaufs ein riesiges Unwetter aufzog. Wir sprinteten zum Auto und fuhren in Richtung Hotel. Leider standen bereits alle Straßen komplett unter Wasser! Dass kurz darauf die Handys mit der Notfallmeldung “Flash Flood Warning” ansprangen, war auch nicht unbedingt beruhigend. Es wird auch noch, zum ersten Mal seit langer Zeit, die ganze Nacht ein Flash Flood Watch in der gesamten Panhandle geben – na super!
Morgen geht es nach Taos, hoffentlich wird das Wetter dort etwas besser!