Detroit gilt ja allgemein nicht als sehr sehenswerte Stadt. Ja, es ist nicht San Francisco oder New York, aber trotzdem bietet Detroit ein paar interessante Sehenswürdigkeiten. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Heidelberg Street Project. Es handelt sich dabei um ein Kunstprojekt, das irgendwann wie von selbst entstand. Anstatt die leeren Häuser verfallen zu lassen, wurden sie einfach zu Kunst umgewandelt.

Polka Dot House - Detroit

Die Gegend ist nicht die beste, aber man fühlte sich trotz allem immer noch sicher und musste keine Angst haben. Leider war außer uns nur noch eine Familie vor Ort und auch Einwohner Detroits sah man kaum. Das Projekt hätte schon mehr Aufmerksamkeit verdient.

Heidelberg Street Project - Numbers - Detroit

Leider war außer uns nur noch eine Familie vor Ort und auch Einwohner Detroits sah man kaum. Das Projekt hätte schon mehr Aufmerksamkeit verdient.

Heidelberg Street - Detroit

Nachdem wir alles gesehen hatten, ging es weiter durch Detroit. Wir fuhren an einigen Ruinen vorbei und uns fiel wieder auf, wie leer Detroit doch ist.

Streetlife - Detroit

Viele Häuser verfallen einfach langsam vor sich hin und stehen nicht mal mehr zum Verkauf.

Left Building - Detroit

Unser nächstes Ziel waren die Motown Studios oder auch Hitsville USA genannt. Das Museum hatte zwar noch geschlossen, aber von außen konnte man wenigstens das markante Gebäude begutachten.

Hitsville USA - Motown - Detroit

Motown hatte berühmte Künstler wie Marvin Gaye oder Micheal Jackson unter Vertrag und war eine wirklich große Nummer im Musikbusiness.

Detroit Street

Über typische Detroiter Straßen ging es weiter durch die Stadt. Wieder kamen wir an verlassenen Gebäuden vorbei.

Empty Hotel - Detroit

Viele dieser Gebäude hatten auch schon mal deutlich bessere Zeiten hinter sich. Eine der bekanntesten Ruinen der Stadt ist die Michigan Station. Sie diente einst als Hauptbahnhof Detroits und steht heute einfach leer.

Michigan Station

Nun führte uns unser Weg aus der Stadt heraus nach Canada. Dazu überquerten wir die Ambassador Bridge.

Bridge to Canada

Die gegenüberliegende Stadt heißt Windsor und bietet einen sehr schönen Ausblick auf die Detroiter Skyline.

Detroit Skyline

Wir fuhren weiter zum Point Pelee Nationalpark. Die erlaubte Geschwindigkeit lag bei 80 km/h!

Point Pelee - Tip of Canada

Der Point Pelee Nationalpark befindet sich auf einer Landzunge, die den südlichsten Punkt des kanadischen Festlands beheimatet.

Tip of Canada - Point Pelee

Ebenfalls ist der Nationalpark bei Vogelfreunden sehr beliebt, da es hier zahlreiche verschiedene Arten gibt und im Frühjahr und Herbst viele Zugvögel einen Stopp einlegen.

Böser Vogel

Über den Strand ging es zurück zum Visitor Center.  Zum Südlichsten Punkt waren wir von dort mit einer Bimmelbahn aufgebrochen, den Rückweg hatten wir dann aber doch zu Fuß in Angriff genommen.

Point Pelee Nationalpark

Vom Visitor aus machten wir uns auf den Rückweg und stoppten noch beim Marshland Walk. Hier wurde ein Steg in den Schilf gebaut und man kann einen Kilometer durch die Natur und über den Schilf laufen.

Point Pelee - Marshland Walk

Der Weg ist sehr schön angelegt und man kann viel entdecken. Leider entdeckte mich auch ein Vogel und attackierte mich von hinten. Mir ist zum Glück nichts passiert….

Schildkröte - Point Pelee

Im Marschland finden sich auch zahlreiche Schildkröten, die es sich auf den Seerosen bequem machen.

Point Pelee - Marshland View Tower

Am Ende des Rundweges erklommen wir noch einen kleinen Aussichtsturm und verschafften uns einen Überblick über den zurückgelegten Weg. Danach ging es dreieinhalb nicht enden wollende Stunden durch Kanada. Erlaubte Geschwindigkeit 100 km/h auf einer dreispurigen Interstate!

Niagara Falls at Night

Müde kamen wir in unserem B&B an den Fällen an. Trotzdem liefen wir noch die 20 Minuten bis zu den American Falls und kehrten vorher im Hardrock Café ein. Wir haben noch nie hier gegessen und werden es wohl auch nicht mehr machen. So toll ist es nämlich nicht.
Die Fälle bei Nacht sind dagegen sehr schön, aber auch sehr belagert von Touristen. So viele Menschen sind wir gar nicht mehr gewohnt!