Früh geht es heute los. Um 7 Uhr stehen wir vor dem Shuttle Stop am Visitor Center. Im Gegensatz zum letzten mal können wir vom Hotelzimmer direkt zum Eingang laufen. Es ist schon ein Vorteil direkt am Parkeingang zu wohnen.
Um 7.15 Uhr setzt sich der Bus in Bewegung, um 7.45 Uhr stehen wir am Trailhead zum Observation Point. Es ist kühl aber nicht kalt und wir fangen bald an unter unseren Jacken zu schwitzen. Steil geht es den Canyon hinauf. Vier Meilen und 655 Höhenmeter Anstieg sind es bis zum Observation Point. Nach einiger Zeit kommen wir im Echo Canyon an, einem Slotcanyon, der heute ganz gut mit Wasser gefüllt ist. Das Gewitter von Gestern hat seine Spuren hinterlassen. Wir können deswegen nicht einfach durch den Canyon laufen, sondern müssen uns Wege über das Wasser suchen!
Wir kommen ganz gut voran und erreichen bald wieder den Anstieg zum Observation Point.

Wanderung zum Observation Point

Der Weg nach Oben ist weiterhin ziemlich steil! Wir laufen an den Canyonwänden entlang. Der Weg hier hinauf wurde einst freigesprengt. Wie man auf diese Idee kam, ist für uns schleierhaft. Wir finden es aber gut, denn so können wir diesen tollen Hike machen.

Wanderung zum Observation Point

Immer wieder bieten sich spektakuläre Ausblicke nach unten und in die verschiedenen Seitencanyons oder auf den Cable Mountain.
Kurz vor dem Ziel kommen uns zwei Wanderer entgegen. Am Observation Point selbst warten noch zwei Paare auf uns. Wir sind unter den 10 ersten Besuchern auf dem Gipfel für heute. Um 10.05 Uhr erreichen wir den Observation Point. Für den Aufstieg haben wir zwei Stunden und zwanzig Minuten gebraucht.

Observation Point Zion NP

Am Gipfel genießen wir den atemberaubenden Blick auf den Zion Canyon. Im Vordergrund erkennt man Angels Landing, im Hintergrund den Rest des Canyons. Es ist einfach nur spektakulär.

Observation Point Zion NP

Auch hier gibt es wieder neugierige Chipmunks, die versuchen Essen aus den Rucksäcken zu klauen. Andere Hiker erzählen uns, dass ein Streifenhörnchen in ihren Rucksack geschlüpft ist und eine verschlossenen Packung M&Ms geöffnet hat.

Observation Point

Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns bereit für den Abstieg. Herunter geht es natürlich etwas schneller als hinauf, allerdings strengt uns der Abstieg fast mehr an. Die Knie und Waden werden beim Abstieg ganz schön strapaziert. Während des Abstiegs fällt einem auch erst auf, wie lang der Anstieg eigentlich war!

Echo Canyon

Nach einiger Zeit kommen wir wieder zum Echo Canyon. Auf dem gesamten Abstieg sind uns bereits zahlreiche Wanderer entgegen gekommen und auch im Canyon und danach geht es so weiter. Gut, dass wir so früh aufgebrochen sind!
Eine Stunde und vierzig Minuten brauchen wir für den Weg vom Observation Point zum Trailhead. Die Pause abgezogen, haben wir also genau vier Stunden für die 8 Meilen gebraucht.
Der Trail ist sicherlich eines der Highlights im Nationalpark und in unserem Urlaub dieses Jahr. Er steht dem Angels Landing Hike in nichts nach und ist kräftemäßig die größere Anstrengung!

Riverside Walk

Als nächstes machen wir den Riverside Walk. Er ist der Zugang zu den Narrows und wahrscheinlich der bestbesuchte Hike im Park. Ohne große Anstiege geht es auf komplett geteertem Untergrund bis zum Eingang der Narrows. Wir erwarten viele Leute, aber was wir hier erleben ist eine riesige Menschenansammlung. Nach dem Observation Point ist das hier ein ganz schöner Schock!
Die Narrows heben wir uns für das nächste mal auf. Am Nachmittag kehren wir zum Hotel zurück und machen es uns auf der Terrasse bequem. Irgendwann schaut dann eine Gruppe Rehe vorbei und probiert, wie die Bäume vor unserer Terrasse schmecken.

Reh vor dem Zimmer

Abendessen gibt es in der Sportsbar des Switchback Grills. Danach schauen wir uns nochmal ein wenig in Springdale um und kehren zurück zum Hotel. Morgen geht es zum Capitol Reef Nationalpark!