Früh klingelt der Wecker, wir wollen heute ja noch einiges sehen. Das Frühstück im wirklich schönen Cody Cowboy Village ist eher mager, zwei Muffins müssen reichen. Beim Versuch noch am Morgen einen Magneten zu kaufen scheitern wir, wir sind einfach zu früh dran und es hat noch kein Geschäft offen!
Weiter geht es auf den Chief Joseph Highway. Nach einiger Zeit werden wir darauf hingewiesen, dass wir nun in einem Gebiet sind, das von Bären bewohnt wird. Wir halten schon mal Ausschau nach einem Bären, haben aber keinen Erfolg. Die erste schöne Aussicht bietet sich am Dead Indian Pass. Hier haben die Nez Perce Indianer versucht, sich vor den weißen Siedlern zu verstecken. Der Blick ins Tal ist wirklich sehr schön.
Weiter geht es zum Beartooth Highway, einem Scenic Byway. Scenic ist der Highway wirklich, wenn auch zu Beginn eine Baustelle, welch Überraschung, auf uns wartet. Die Straße wird auf mehreren Meilen neu geteert. Wir haben aber Glück und müssen nicht die prognostizierten 30 Minuten warten. Der Highway schraubt sich immer höher in alpine Lagen und es gibt immer wieder schöne Ausblicke zu genießen.

Beartooth Highway

Wir fahren bis zur Staatengrenze zu Montana und drehen hier wieder um. Auf der weiteren Fahrt kommen wir an mehren Bergseen vorbei. Gerne würden wir hier länger verweilen, wir wollen aber noch zum Yellowstone.

Beartooth Highway

Nach einem kurzen Stopp in Cooke City erreichen wir den Nordost Eingang des Yellowstone NP. Nachdem wir unseren Jahrespass vorgezeigt haben, sind wir endlich im Nationalpark. Der erste Stopp ist an einer Picnic Area am Soda Butte Creek. Die Amerikaner haben alle große Essensvorräte mitgebracht und wir werden ein bisschen neidisch.

Soda Butte Creek

Nachdem wir aber noch mehr als essende Amerikaner sehen möchten, machen wir uns auf den Weg in Richtung Mammoth Hot Springs. Zuerst fahren wir allerdings nach Gardiner um im Hotel einzuchecken. Zwischendurch kommen wir durch das Lamar Valley. Im Lamar River baden gerade ein paar Bisons.

Bison Lamar River

Wir passieren den Rossevelt Arch, er fungierte früher einmal als Parkeingang.

Roosevelt Arch Gardiner

Die Travelodge hinterlässt keinen guten ersten Eindruck bei uns. Das Zimmer ist wenig ansprechend und das Bad kann man auch nicht als sauber bezeichnen. Das Hotel ist bisher eindeutig das schlechteste auf unserer Reise!
Wir machen uns schnell auf den Weg zu den Mammoth Hot Springs. Hier wurden im Laufe der Zeit Terrassen geformt, die entstehen, weil das Wasser der heißen Quellen sehr kalk- und mineralienhaltig ist.

Mammoth Hot Springs

Es riecht leicht nach Schwefel und Dampf liegt über den Terrassen. Durch die Bakterien im Wasser werden faszinierende Farbeffekte erzeugt.

Mammoth Hot Springs

Wir könnten stundenlang fotografieren. Holzstege führen durch das thermale Gebiet, da der Boden leicht einbricht und ebenfalls heiß ist.

Mammoth Hot Springs

Manche Quellen versiegen und fangen erst Jahre später wieder an zu sprudeln.

Mammoth Hot Springs

Immer wieder erfreuen wir uns an den Farben. Die Natur hat sich hier wirklich ausgetobt. Insgesamt wandern wir gut eineinhalb Stunden in den Quellen umher.

Mammoth Hot Springs

Nach einiger Zeit verabschieden wir uns von der unteren Terrasse und kehren zurück zum Auto.

Mammoth Hot Springs

Es gibt noch weitere Terrassen, die man erwandern oder über eine Einbahnstraße erfahren kann. Wir sind müde und nehmen das Auto. Auch hier gibt es wieder schöne Quellen zu bestaunen. Zu Fuß hätte sich der Aufwand aber nicht so recht gelohnt. Mit dem Auto war es super.

Mammoth Hot Springs

Zurück in Gardiner essen wir noch einen Bison Burger im Cowboy Grille und fahren zum Hotel zurück. Morgen geht es nach West Yellowstone!