Nachdem wir gefrühstückt und ausgecheckt haben geht es ab auf den Interstate. Zuerst in Richtung Norden und dann weiter nach Westen in die Bighorn Mountains.
Gleich zu Beginn treffen wir auf eine Baustelle, was auch sonst? Nach ca. zehn Minuten warten dürfen wir die Baustelle passieren. Die Baustelle ist wirklich sehr lang und zieht sich fast über den kompletten Anstieg. Zum Glück ist hier nicht so viel los! Wir genießen die Landschaft und kommen irgendwann zum Visitor Center. Hier stellt sich für uns die Frage, wie wir weiterfahren sollen. Entweder wir fahren durch recht alpine Landschaft und zum Bighorn Canyon oder wir fahren durch den Shell Canyon und zu den Shell Falls. Wir sind hin- und hergerissen, entscheiden uns aber für die Wasserfälle.
Im Visitor Center treffen wir auch auf einen älteren Amerikaner, der wissen will ob man über eine einsame Straße nach Montana kommt. Der Ranger erklärt ihm, dass das zwar ginge, er allerdings Allradantrieb braucht weil die Straße in sehr schlechtem Zustand sei und die Straße in ein Indianerreservat führt, in dem die Indianer nicht gerne fremde Gäste begrüßen. Der Amerikaner überlegt kurz und beschließt nach wiederholter Warnung des Rangers, dass man die Fahrt ja mal wagen könnte. Vor dem Visitor Center treffen wir ihn wieder, als er in seinen 15 Jahre alten Honda Civic steigt. Da soll noch mal jemand sagen, dass deutsche Touristen unvernünftig sind!

Shell Falls

Nach einsamer Fahrt durch die Berge kommen wir an den Wasserfällen an. Hier ist es wirklich schön und wir genießen den Ausblick. Es war wohl die richtige Entscheidung, denn die Fälle sind sehr schön anzusehen.
Auf der weiteren Fahrt aus dem Shell Canyon beschließen wir ein paar Meilen zusätzlich zu fahren und doch noch den Bighorn Canyon zu besichtigen. Wir biegen von der Hauptroute ab und fahren durch die totale Einsamkeit. Auf der 20 Meilen langen Fahrt kommen uns gerade mal drei Autos entgegen.
Irgendwann erreichen wir die National Recreation Area des Bighorn Canyons und halten zuerst am Horseshoe Bend. Wer den Horseshoe Bend in Arizona kennt, wird hier entsprechende Erwartungen haben. Unsere Erwartungen werden total enttäuscht. Von einem Hufeisen ist nichts zu sehen. Es geht nur Flach ins Wasser. Außer uns ist hier absolut niemand! Nach kurzer Zeit kommt ein anderes Auto, dreht aber sofort um. Gespannt, was der Canyon sonst zu bieten hat, fahren wir nun zum Devils Overlook.

Bighorn Canyon NRA

Hier ist außer den Insassen des anderen Autos auch niemand, dafür ist der Ausblick aber fantastisch!

Bighorn Canyon NRA

Inzwischen sind wir übrigens in Montana angekommen. Nach Montana sieht die Landschaft aber nicht aus, eher nach Südwesten. Uns gefällt es sehr gut und der Umweg war die zusätzlichen Meilen auf jeden Fall wert!

Bighorn Canyon NRA

Weiter geht es nach Cody. Der Ort gefällt uns sehr gut. Von allen touristischen Übernachtungsorten auf unserer Reise gefällt uns der Ort hier am besten. Nette kleine Shops mit Cowboy Ausrüstung und Restaurants wechseln sich auf der Main Street ab.
Nach dem Einchecken im Cody Cowboy Village fahren wir zum Buffalo Bill Reservoir und sehen uns den Staudamm sowie den Shoshone Canyon an. Als der Damm fertiggestellt wurde, war er der höchste der Welt!

Shoshone River

Vor dem Irma Hotel findet täglich eine Aufführung eines Shootings statt. Nachdem die Hymne gesungen und die Gefahr von Schusswaffen erklärt worden ist, kann es losgehen.

Cody Shootout

Der Hit ist das Ganze nicht, den Amerikanern gefällt es aber sehr gut!

Cody Shootout

Wir verlassen den Ort des Verbrechens etwas vor dem Rest der Leute und gehen noch beim Mexikaner essen. Es hat uns geschmeckt und die Bedienung ist auch erfreut Leute aus Deutschland zu treffen. Dass wir extra wegen dem Yellowstone nach Wyoming gekommen sind, findet sie ganz unvorstellbar! Morgen geht es endlich in den Yellowstone!