Auch heute sind wir früh wach, der Jetlag hat uns aber nicht mehr so fest im Griff. Um kurz nach acht brechen wir auf, gegen neun sind wir im Kawuneeche Visitor Center des Rocky Mountain Nationalparks. Unser erster Stopp führt uns direkt ins Kawuneeche Valley. Eigentlich wollten wir nur mal kurz aussteigen und die Temperatur testen, da läuft uns ein Moose über den Weg. Unsere erste Wildlife Sichtung in einem Nationalpark auf dieser Reise.

Rocky Mountain National Park

Ein paar hundert Meter weiter stoppen wir erneut und machen uns auf den Weg zur Holzwarth Historic Site, es handelt sich hierbei um ca. 100 Jahre alte Blockhütten eines Auswanderers aus Deutschland. Ganz interessant, aber unser Highlight des Tages war es nicht. Auf dem Weg zu den Hütten kommt man auch am Colorado River vorbei. Kaum zu glauben, dass aus diesem kleinen Bergbach mal ein reißender Strom wird.

Colorado River

Wir fahren weiter durch das Tal und verlassen es schließlich über zahlreiche Serpentinen. Leider ist der Fairview View Point geschlossen, der Blick wäre wirklich ein Foto wert gewesen. Unser nächster Stopp ist der Milner Pass. Hier befindet sich die Continental Divide, also die Wasserscheide Nordamerikas. Das Wasser fließt an dieser Stelle in zwei Richtungen ab, entweder zum Atlantik oder zum Pazifik.

Milner Pass

Von hier geht es weiter zum Alpine Visitor Center. Hier gibt es Fastfood, also ist es gut besucht. Uns ist es dann doch etwas zu voll und wir machen uns wieder auf den Weg in Richtung Bear Lake. Zwischendurch gibt es dann wieder ganz nette Ausblicke zu bewundern.

Rocky Mountain National Park

Nachdem alle Parkplätze belegt sein sollen, fahren wir mit dem Shuttle zum Trailhead der Alberta Falls. Ein kurzer Hike bringt uns zu den kleinen Wasserfällen.

Alberta Falls

Wir laufen noch weiter zum Bear Lake und fahren dann mit dem Shuttle zurück zum Parkplatz. Durch das vollkommen überfüllte Estes Park, dem Hauptübernachtungsort für den Nationalpark, fahren wir in Richtung Cheyenne. Wir durchqueren den schönen Big Thompson Canyon und kommen schließlich in der flachen Prärie an. Gleicht der Interstate zu Beginn noch der deutschen Autobahn, sind spätestens in Wyoming wieder amerikanische Verhältnisse hergestellt. Der Interstate ist wieder schön leer.

Wyoming Capitol

Leer ist es dann auch in Cheyenne. Außer ein paar Polizeistreifen sehen wir zunächst niemand in der Innenstadt. Vor dem Capitol ist es leiser als im Nationalpark und es wirkt irgendwie ein bisschen seltsam. Vor dem Railroad Depot trifft man noch ein paar andere Touristen, das war es dann aber auch schon an Leben in Cheyenne.

Cheyenne

Eigentlich wollten wir noch gerne etwas in Downtown Essen gehen, leider hat aber alles geschlossen oder sieht seltsam aus. Wir überlegen was wir nun machen wollen und beschließen zur größten Mall Wyomings, der Frontier Mall, zu fahren. Es handelt sich hierbei um eine Ansammlung von diversen Supermärkten. Den Weg finden wir leicht, so groß ist Cheyenne schließlich nicht.
Wir finden einen Applebees, da wollte ich schon immer mal essen. Es schmeckt auch wirklich gut und ist auch relativ günstig. Durch das inzwischen etwas lebhaftere Cheyenne fahren wir zurück zum Hotel, den Candlewood Suites Cheyenne. Morgen geht es dann in die Black Hills, zuerst aber durch die weite Prärie Wyomings und Nebraskas.