Früh klingelt der Wecker, ein langer Tag steht bevor. Zuerst erkämpfen wir uns einen Platz beim Frühstück. Die Auswahl haut uns nicht so um und die Atmosphäre ist nicht gerade toll, alles total überfüllt!
Also gleich zum Auto und ab nach LA. Erster Stopp ist Williams, hier tanken wir und putzen ein wenig unser Auto. Danach fahren wir unzählige Meilen bis wir irgendwann in Seligman ankommen, hier verlassen wir die Schnellstraße und fahren für die nächsten 80 Meilen auf der Route 66. Seligman selbst stimmt uns schon auf die Route 66 ein und wär vielleicht sogar einen Stopp wert gewesen, wenn wir nicht noch so viel Strecke vor uns hätten. Auf der Strecke ist es dann recht leer, ab und zu trifft man Touristen im Mietwagen. Wir sehen kein einziges Motorrad!

Hackberry General Store Vorderseite

In Hackberry legen wir dann aber doch einen Stopp ein, denn hier steht der berühmte General Store. Hier kommt man sich vor wie in den 50er Jahren, die rote Corvette vor dem Laden möchte man am liebsten gleich mal austesten.

Hackberry General Store Corvette

Im Laden geht es dann ähnlich weiter. Zahlreiche Besucher haben Andenken hinterlassen, eine kleine Ausstellung zeigt Erinnerungen an die Route 66 und man kann alle möglichen Dinge kaufen, die Bezug zur Route 66 haben.

Hippies use Side Door

Wir brechen wieder auf, nachdem wir uns ein bißchen Verpflegung gekauft haben. Obwohl noch am Morgen ist es schon wieder ordentlich warm. Das Thermometer zeigt 37 Grad Celsius an!

Hackberry General Store

Von hier fahren wir sehr weit ohne Pause bis wir schließlich in Ludlow einen Tankstopp einlegen und uns auch noch Verpflegen. Auf der Karte hat es hier ja nach Ortschaft ausgesehen. In der Realität gibt es einen Bahnhof, zwei Tankstellen, ein Cafe und einen Burgerladen. Viele halten aber trotzdem hier, nachdem sie vorher endlos durch die Wüste gefahren sind!
Auf der weiteren Strecke überholt uns eine Mietwagenkolonne mit insgesamt vier gleichen, weißen Minivans. Sieht echt lustig aus!

Route 66 Hackberry

Wir erreichen den Großraum LA und der Verkehr wird schlagartig um ein Vielfaches stärker. Unser Hotel finden wir trotzdem relativ problemlos. Wir erkennen es sogar durch den Smog!
Im Hotel gibt es dann aber schon Probleme. Unsere Buchung ist angeblich nicht im System und das Hotel ist am nächsten Tag ausgebucht und kann uns nur eine Nacht beherbergen. Beim Versuch das Auto zu parken stelle ich fest, dass der Parkautomat kaputt ist. Also nochmal zur Rezeption und eine Parkkarte geholt! Im Zimmer rufen wir erst mal beim Reiseveranstalter an und beschweren uns. Die Antwort ist dann, dass wir am nächsten Morgen zwischen neun und zehn erfahren wo wir in schlafen werden. Ganz toll! Im Internet sehen wir, dass wir unser Hotel für den nächsten Tag noch buchen können. Ich gehe zur Rezeption und spreche die Managerin darauf an. Sie meint, das Hotel werde meistens überbucht und dann würden die Leute in ein anderes Hotel umgebucht. Ich bohre nach und frage ob wir nicht gleich umziehen könnten, weil wir am nächsten Tag keine Lust darauf hätten. Das geht leider nicht. Um neun Uhr abends klingelt unser Telefon und wir erfahren, dass jetzt doch ein Zimmer für uns frei wäre! Unsere Vermutung ist nun, dass das Hotel uns verarschen wollte weil wir die billige Reiseveranstalterbuchung hatten. Egal Hauptsache wir haben ein Dach über dem Kopf! Morgen werden wir dann LA unsicher machen!