Eine Katze vor der Tür ersetzt heute den Wecker und lässt uns etwas früher aufstehen. Anschließend frühstücken wir einen Happen im Hotel und fahren dann in Richtung Death Valley. Es ist kurz vor neun und wir haben schon 24 Grad, wie soll das erst im Nationalpark werden? Kurz nach 10 Uhr legen wir unseren ersten Stopp bei den Sanddünen in der Nähe von Stovepipe Wells ein und wandern ein bißchen durch die Wüstenlandschaft. Klapperschlangen oder Skorpione können wir noch keine ausmachen, allerdings lässt uns die Hitze bald wieder zum klimatisierten Auto zurückkehren. Es hat inzwischen 36 Grad.

Mesquite Sand Dunes

Weiter geht es in Richtung Furnace Creek, wo wir einen kleinen Zwischenstopp im Visitor Center einlegen. Hier kann ich noch schnell den Reisebericht vom Vortag ins Internet stellen, für Bilder reicht das WLAN aber nicht aus! In Badwater hat es dann schon 40 Grad, wärmer soll es aber leider nicht mehr werden. Den tiefsten Punkt der USA wollten wir nicht auslassen, auch wenn man eigentlich nur ein Schild sehen kann. Wir laufen dann ein wenig in die Ebene und betrachten noch die Salzkristalle.

Badwater

Auf dem Weg Richtung Las Vegas geht es noch zum Zabriskie Point, von wo man einen schönen Blick über das Death Valley hat und die Farbspiele der Steine bestaunen kann.

Zabriskie Point

Ab hier beginnt dann der langweiligste Teil des Tages, kilometerlang fahren wir nur geradeaus, um uns herum nichts als Wüste. Es gibt’s absolut nichts zu sehen. Irgendwann erreichen wir den Highway und auch hier wird es bis Vegas nicht besser. Hier gibt es dann auch keine Dips mehr, die wir vorher gerne überfahren haben und einmal sogar fast abgehoben sind!
Plötzlich sind wir in Las Vegas und eine Häuserzeile nach der anderen reiht sich komplett identisch aneinander. Hier haben sich die Architekten echt Mühe gegeben. Der Verkehr wird stärker, aber wir kommen ohne größere Probleme beim Hotel an. Nach kurzer Orientierungslosigkeit finden wir auch das Valet Parking. Im Planet Hollywood ist das umsonst und so sparen wir uns schon mal den längeren Weg vom Self Parking und müssen auch unsere Koffer nicht schleppen. Beim Check-In haben wir leider kein Glück, weder das Trinkgeld noch der angebliche Honeymoon können etwas ausrichten, kostenloses Upgrade gibt’s nicht. Wenigstens können wir den Preis ein wenig drücken und beschließen ein wenig Geld für die Resort Vista Suite zu opfern. Im Zimmer angekommen merken wir, es hat sich gelohnt.

Planet Hollywood Ausblick

Das Zimmer ist ziemlich groß, hat zwei 42“ Fernseher und einen grandiosen Blick auf den Bellagio Fountain. An der Fensterfront des Zimmers kann man stundenlang stehen und einfach das Leben auf dem Strip beobachten. Wir beschließen aber den Strip auch von der Nähe zu begutachten und laufen ein wenig auf und ab, um uns dann den Buffetpass für 35 Dollar zu holen. Jetzt können wir 24 Stunden in allen Harrah’s Hotels so viel Essen wie wir wollen. Abendessen gibt es dann nach ca. 30 Minuten anstehen im Planet Hollywood. Schmeckt gut und die Atmosphäre ist nicht zu kantinenartig. Jetzt noch ins Casino und ein bisschen Geld verspielen. Wir brauchen ein wenig, bis wir die einarmigen Banditen verstehen und einen gefunden haben, der uns gefällt. Am Ende des Abends haben wir acht Dollar Gewinn gemacht und werden morgen nochmal zocken! Der Abend wird mit den Wasserspielen zur Nationalhymne beim Bellagio beschlossen. Zurück im Zimmer genießen wir wieder den Ausblick und freuen uns schon auf Morgen!